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thumb_yunnan01_300.jpg 21.01.2010
Yunnan, Perle Chinas im Sauseschritt

Luang Namtha, Laos, Kilometer 27.195

Yunnan soll eine der schönsten uns abwechslungsreichsten Provinzen Chinas sein. Durch unsere straffe Reiseplanung konnten wir uns nur die Highlights herausfischen. Den Rest haben wir nur am Fenster vorbeirauschen sehen.

Beim nachträglichen Sichten der Fotos stellen wir dennoch fest: Wir haben viel gesehen! Die Selektion der Bilder für den nachfolgenden Bericht fiel uns nicht leicht. Viel Spass beim Lesen und gucken!

21.01.2010 - Luang Namtha, Laos.Kilometer 27.195

yunnan00.jpgDer Übergang von Tibet in die Provinz Yunnan ist nahtlos. Hätten wir keine Straßenkarte, würden wir davon nichts mitbekommen. Hingegen sehr markant ist die Mekong-Schlucht, dessen Verlauf wir heute folgen. Tief und beeindruckend hat sich der Wasserlauf einen Weg in die Berge geschnitten.
Wir sind immer noch im Hochgebirge. Nach einem weiteren 4.200m hohen Pass erreichen wir einen Ort der im Reiseführer auf Grund seiner katholischen Kirche Erwähnung findet, was in der Tat recht außergewöhnlich für diese Gegend ist. Leider ist die Kirche heute geschlossen und so können wir die interessante Stil-Mischung nur von außen bewundern.

yunnan01.jpgWir fahren weiter und zu unserer Rechten begleitet uns ein imposantes Gebirgsmassiv. Für die Buddhisten sind diese Berge heilig. Drum herum führt ein langer Pilgerweg, auf dessen Straße wir gerade fahren. An besonders schönen Aussichtpunkten wurden Pilgerstätte errichtet. Stupas und unzählige Fähnchen säumen den Weg. Die Abendsonne verschwindet hinter den von Gletschern durchzogenen heiligen 7.000ern.

Am nächsten Tag erreichen wir Shangri-La. Eigentlich hieß die Stadt ursprünglich anders, doch die pfiffigen Chinesen änderten den Namen in den sagenumwobenen Ort von aus dem Roman von James Hilton, mit dem Ziel mehr Touristen anzulocken. Ob des Namens wegen, oder der besonderen Lage als Durchgangsort nach Tibet, in jedem Fall finden sich hier eine Vielzahl von Touristen ein. 

yunnan02.jpgWie immer, steuern wir ein bereits von der Reiseagentur ausgesuchtes Hotel an. An der Rezeption gibt es Diskussionen. Heike und Daniel ist der Zimmerpreis zu hoch und der Hotelparkplatz soll zusätzlich bezahlt werden. Bisher konnten wir mit Bus und LKW immer kostenlos beim Hotel parken, in dem Heike, Daniel und unser Guide einchecken.
Unser Tibet-China-Reise ist ein seltsamer Kontrast zu unseren anderen Länderbesuchen. Zwar  teilen wir uns die immensen Kosten der sonst nie notwendigen Reisegenehmigung mit der Gruppe. Nichts destotrotz betragen sie jeweils noch weit über tausend Euro – und dann wollen wir keine zwei Euro für eine Nacht auf dem Hotelparkplatz zahlen? Doch das eine hat mit dem anderen nichts zu tun. Ein Euro hier, ein Euro da, in diesem Fall Renminbi – das läppert sich zusammen.

yunnan03.jpgDie Agentur hat die teuren Hotels der Parkplätze wegen ausgesucht. „They have security. You are save.“, meint unser neuer Guide Wang, der stark um unser Wohl besorgt ist. Wenn der wüsste an welchen dunklen Ecken wir schon problemlos übernachtet haben.  

Wir wechseln das Hotel. Dort gibt’s es zwar auch ein Parkplatz, allerdings nicht für uns. Jürgens VW-Bus passt noch in die Parkgarage, der Magirus ist jedoch gut ein Meter zu hoch. Kein Beinbruch, wir suchen uns eine ruhige Seitenstraße für die Nacht.



yunnan04.jpgWir verabschieden uns von Lagbar, unserem tibetischer Guide. Eine richtige Freundschaft entstand in den letzten zwei Wochen nicht. Zu groß sind die Unterschiede zwischen unseren Welten. Ich bin mir sicher, dass Lagbar mehr als einmal dachte: „Diese verrückten (reichen) Touristen, warum tun die sich freiwillig solche Qualen an – und zahlen auch noch Unmengen Geld dafür?“ Im Grunde hätte er damit recht, doch drei Wochen Mallorca hat von uns keiner gebucht und die anstrengenden Tag in China sind zum Glück kein Dauerprogram. Nichts destotrotz haben wir Lagbar schätzen gelernt. Da er uns bereits auf unserer ersten Tibet Reise begleitete, musste er nicht erst lernen, dass Individualreisende schwer geführt werden können – schon gar nicht wenn sie mit einem eigenen Fahrzeug unterwegs sind und ständig unvorhersehbare Dinge passieren. Eine Erfahrung, die unserer neuer Guide Wang noch machen muss. Er versucht uns wie Pauschaltouristen herum zu schieben. Solche Touren sind für ihn die Ausnahme. Normalerweise kutschiert er ausländische Touristen zwei, drei Tage durch Kunming, seiner Heimatstadt.

yunnan05.jpgDa Daniel noch immer etwas in den Knochen sitzt, sucht er am nächsten Morgen das lokale Krankenhaus auf. Die gewünschte Blutprobe zu Analyse wird leider nicht genommen, stattdessen bekommt er ein paar Vitamine zum Schlucken. Inzwischen genug vom Geschaukel im LKW und dem teuren Transport seines Motorrads, schwingt er sich wieder auf sein gleitendes Stahlross und fährt selbst. Die folgenden unzähligen Kurven lassen sein Motorrad-Herz höher schlagen und schon bald sind seine Beschwerden durch den Biker-Hochgenuss verdrängt.

yunnan06.jpgIn Lijiang besichtigen wir eine der besten erhaltenen Altstädte Chinas. Wobei auf dem ersten Blick nicht erkennbar ist, welche der Gebäude tatsächlich historisch sind und welche nach dem schweren Erdbeben 1995, im alten Stil neu errichtet wurden. Die Gebäude sind im perfekten Zustand und wirken künstlich aber detailgetreu und liebevoll platziert.

yunnan07.jpgBeim Spaziergang durch die Altstadt bleiben wir beim Laden eines urigen Zeichners hängen. Wir bewundern seine kunstvollen Kaligrafien und können nicht wiederstehen unsere Souvenir-Schatztruhe mit weiteren Andenken zu füllen.

Obwohl wir bereits gründlich die kleinen Gässchen erforscht haben passiert uns am nächsten Tag eine fast schon peinliche Geschichte.
Zunächst Essen wir alle gemeinsam in einem gemütlichen tibetischen Restaurant zu Abend. Auf dem Rückweg zum Auto verirren wir uns mit Daniel in den Altstadtgassen. Aber so richtig! Im Dunkel sehen sich die gewundenen Gassen und Shops recht ähnlich. Nachdem die Läden auch noch ihre Türen und Fenster schließen, sieht alles gleich aus und nach wenigen Kurven verlieren wir komplett die Orientierung. Was wir anfangs noch yunnan08.jpgwitzig finden, kommt uns irgendwann selten dämlich vor. Die „großen Globetrotter“ verirren sich in einer popligen Altstadt! Zwei Stunden latschen wir uns die Füße platt, in einem Areal, dass man in knapp 30min einmal der Länge nach durchlaufen kann – dann stehen wir wieder dort, wo wir losgelaufen sind. Wir können es nicht fassen, lachen und schimpfen gleichzeitig. Als wir wieder am falschen Ende des Viertels herauskommen, schnappen wir uns einen Taxifahrer, wissen allerdings nicht wie unser Ziel heißt! Folglich irrt auch er planlos umher, worauf er ebenfalls keine Lust hat und schließlich nicht mehr weiterfahren will. „Fahr‘ jetzt du Sack!“, bittet Daniel freundlich den chinesischen Taxifahrer zur Weiterfahrt. Natürlich versteht der kein Deutsch und Daniel bietet eher Kaffee zur Lösung von Problemen an, doch wir wollen ins Bett. Tatsächlich schaffen wir es wenig später den LKW zu erreichen, von dem es auch nicht weit zu Daniels Hotel ist. Lustige Sachen kann man auf einer Weltreise erleben, sowas steht in keinem Reiseführer. :-)

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yunnan16.jpgUnsere Weiterfahrt nach Dali gestaltet sich weniger erlebnisreich. Wir brummen am malerisch gelegenen Er-Hai-See vorbei. Sicher ein schöner Platz um einige Tage zu verbringen, doch leider bleibt uns hierfür keine Zeit. Einer der großen Nachteile unserer durchgeplanten Chinadurchquerungen: Große Abstecher sind nicht drin, Zeit für besondere Ausflüge schon gar nicht. Das der Eintritt zu den Drei Pagoden des Chongsheng-Tempel stolze 13 Euro kosten soll, macht die Sache nicht besser. Sorgfältig wurde eine hohe Mauer um das Areal errichtet, selbst der Eingang hat einen Zickzack-Durchgang, um ja keinen kostenlosen Blick auf die über Tausend Jahre alten Türme zu werden. Doch die stolzen 69m der Mittelpagode lassen sich schwer verstecken und ein wenig frech nutzen wir die 3,5m Höhe des LKW um doch einen freien Blick auf die Gebäude zu bekommen. Im Stil „Nice-Day. Take-A-Picture.“ verschwinden wir auch schon wieder.
Fast schon interessanter ist ein Fallwindsystem in der Stadt Dali. Den Einheimischen wohl bekannt, pfeift hier der Wind mit unglaublicher Wucht das ganze Jahr. Die Wolkenformationen ändern sich in rasender Schnelle und bilden interessante Muster am Himmel. In der Nacht auf dem Hotelparkplatz, mitten in der Stadt, werden wir von Böen ununterbrochen so durchgeschüttelt, dass ich mehrfach wach werde und Angst habe unsere Solarzellen könnten sich selbstständig machen. Esther fühlt sich eher in den Schlaf geschaukelt und bekommt natürlich wieder mal nichts mit.

yunnan17.jpgDie nächste Tagesetappe nach Kunming, der Provinzhauptstadt Yunnans, führt uns über 330km Autobahn-Straße. An den Mautstellen zahlen wir insgesamt 22 Euro Gebühren, weit mehr als Helga und Jürgen im VW-Bus. Dafür geben wir beide ordentlich Gas! Nach gut 4,5 Stunden sind wir am Ziel, ein Durchschnitt von 70km/h und dass obwohl wir noch immer im Höhenunterschiede von über 1.000m überwinden. Wir sind ja nicht zum heizen da, aber manchmal ist es auch schön eine Strecke flott hinter sich zu bringen – zumal wir in China ohnehin nicht bummeln können.
yunnan18.jpgDaniel bleibt die Mautgebühr erspart. Der Grund ist merkwürdig: Motorradfahrer dürfen in China nicht auf die Autobahn. Er fährt die komplette Strecke auf der Landstraße. Heute Morgen mussten wir uns entscheiden, ob wir zusammen die Landstraße fahren, oder uns trennen. Doch Daniel trifft über 6 Stunden nach uns in Kunming ein. Er berichtet von einer extrem schönen, aber auch genauso anstrengenden Fahrt und meint mit dem Bus und LKW wären wir noch viel länger unterwegs gewesen. Die Entscheidung war also richtig.
yunnan19.jpgIn Kunming erleben wir die Ringförmige Sonnenfinsternis. Ein schönes und seltsames Schauspiel, wenn es tagsüber plötzlich dunkel wird und der Mond aus der Sonne einen leuchtenden Donut macht.
Den Tag beschließen wir mit einem gemeinsamen Essen in einem kleinen Restaurant. Wir suchen uns ein Plätzchen im ersten Stock. Auch diese Entscheidung stellt sich als goldrichtig heraus, denn kaum haben wir bestellt, gibt es unter uns lautstarkes Geschrei. Alle Bediensteten eilen nach unten, einer schnappt sich vorher noch einen Knüppel. Oha. Von der Treppe aus beobachten wir die Schlägerei, die handfest zur Sache geht, aber sich zum Glück wenige Augenblicke später entschärft. Wir befinden uns im Arbeiterviertel der Fünf-Millionenstadt, da sind Auseinandersetzungen keine Seltenheit. Diesmal stehen wir mit dem LKW auf einem bewachten Hotelparkplatz, ist vielleicht gar nicht so falsch.

yunnan20.jpgWie unterschiedlich die Preise für gleiche Leistungen in den verschieden Ländern sein können, zeigt der Laundry-Service. Die Wäschereien in China berechnen jedes Kleidungsstück einzeln. Unsere Wäsche kostet stolze 21 Euro. Dass dies keine Touristenabzogge ist, sieht man an den Preistafeln die überall aushängen. Für diese Summe könnte man in anderen Ländern den halben Wäschesack einfach neu kaufen.

yunnan21.jpgWir haben zwei Nächte in Kumning und suchen am zweiten Tag zusammen mit unserem Guide einen autorisierten Canon Händler, um nach einer Reparatur unseres Objektivs zu fragen. Das größte Geschäft, dass es in Kunming gibt, ist nicht größer als jeder Foto-Laden in Darmstadt. Doch wir fragen am Service nach einer Reparaturmöglichkeit. Leider müsste auch hier das Objektiv eingeschickt werden, drum frage ich wenigstens nach einer professionellen Sensorreinigung. Ich würde nicht fragen, wenn ich nicht schon einige Staubkörner auf dem Sensor hätte, denn im Servicebereich wird geraucht und zwei Türen weiter werden Bilderrahmen mit der Kreissäge geschnitten. Bei der Reinigung schwitze ich Blut und Wasser. Ich hätte nicht gedacht wie viel mir an meiner Canon EOS 5D liegt! Zum Glück bekommen die Jungs die Reinigung einigermaßen ordentlich hin. Ich kann wieder fleckenfreie Bilder schießen.

yunnan24.jpgAm Nachmittag lassen wir uns zur Abwechslung selbst durch die Gegend schaukeln. Unser Guide hat einen Minivan organisiert mit dem wir uns Kunming und die Umgebung anschauen. Kunming selbst ist nicht sonderlich sehenswert, doch in der nahen Umgebung gibt es das Drachen-Tor auf einem steilen Felsen, mit herrlichem Blick auf Kunming und dem Dian-See. Dort spazieren wir ein wenig und nehmen faul den Sessellift zurück zum Parkplatz. Anschließend besichtigen wir den Bambus-Tempel. Nur Chinesen oder allenfalls noch Koreaner sind hier die Touristen, Westler sehen wir keine.
Am Abend werden wir von unserer Reiseagentur ein weiteres Mal zu einem leckeren Essen eingeladen. Ein gelungener Tag und eine Abwechslung zum ständigen Kilometerschrubben.

yunnan23.jpgYunnan soll eines der schönsten Provinzen Chinas sein, zumindest schreibt das der Reiseführer. In der Tat gibt es hier viel zu sehen, doch wir können uns nur die Highlights herauspicken. Eine davon ist Shilin, der Steinwald. In wirklich einzigartiger Weise wurde hier in Jahrmillionen eine Felslandschaft ausgewaschen. Bizarre Steinskulpturen stecken sich allerorts in den Himmel.
Shilin befindet sich in 2.200m Höhe. Kaum zu glauben, dass hier einmal das Meer toste und Fische in den Höhlen und Spalten Schutz vor räuberischen Feinden suchten. yunnan22.jpgIn typisch chinesischer Manier wird Kitsch für einheimische Touristen geboten, traditionelle Tänze aufgeführt und ein Aussichtsturm ermöglicht einen Überblick über die gesamte Landschaft, ohne weit laufen zu müssen. Unser Glück, denn wir spazieren nur wenige Minuten und sind dem Touristen-Trubel entflohen. In einer schönen Ecke rasten wir und genießen die Stille der Natur.


yunnan25.jpgIn den letzten drei Tagen unserer Reise in China besichtigen wir den konfuzianischen Tempel in Jianshui und weitere Sehenswürdigkeiten. Über die bevorstehenden berühmten Reiseterrassen erzählt uns unser Guide unglaubliches. Man könne die Terrassen nicht sehen, ohne Eintritt dafür zu bezahlen. Es ist nicht das erste Mal, dass unser Guide eine komische Mischung aus Wahrheit und Unwissen von sich gibt. In den letzten Tagen fuhr Wang bei uns im LKW mit. Dass er nicht immer den Weg in und auswendig kennt, nervt weniger, als die Tatsache, dass er es nicht zugibt und bei Fragen zu Entfernungen und Straßenzuständen immer eine Antwort parat hat, statt zuzugeben, dass er keinen Ahnung hat.
Tatsächlich gibt es einen speziellen Aussichtpunkt auf die Reisterrassen. An der Straße wurde ein Zaun gebaut, um Touristen über einen kostenpflichtigen Eingang zu schleusen. Lächerlich, denn natürlich gibt es auch andere Stellen, an denen ein Gratis-Blick möglich ist.

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yunnan31.jpgWir sind nun mit der Gruppe seit gut vier Wochen in China unterwegs. Bisher kommen wir alle gut miteinander aus und halfen uns gegenseitig wo immer es möglich war. Wir sind ein gutes Team. Umso verwunderlicher, warum am letzten Tag unserer gemeinsamen Reise noch einmal die Fetzen fliegen müssen. Es gibt eine wortstarke Diskussion, dessen Auslöser die banale Frage ist, wer als nächstes den Guide im Fahrzeug mitnimmt. Doch die Gründe müssen sich aufgestaut haben. Unschöne Worte schallen durch den Raum. Nicht viel und es wäre zu Handgreiflichkeiten gekommen. Dabei handelt es sich nicht um den einzigen Konflikt in der Gruppe.
Dem Ganzen sind sicher die zum Teil extrem anstrengenden Fahrtage geschuldet. Doch letztlich zeigt es, dass eine Handvoll Globetrotter mit unterschiedlichen Motiven, Reisegewohnheiten und Sichtweisen meist nur für eine begrenzte Zeit unter einen Hut gebracht werden können.

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Am nächsten Tag erreichen wir den Grenzübergang Boten und verlassen das Reich der Mitte. Wir haben es tatsächlich geschafft nach Süd-Ost-Asien auf dem Landweg zu gelangen! Über diese Tatsache werden wir uns erst in den kommenden Tagen richtig bewusst. Zunächst werfen wir die Anspannung der letzten Tag ab. Die Streitereien in der Gruppe haben uns nachdenklich gemacht und beschäftigt uns noch eine ganze Weile. Doch Laos hilft uns direkt mit dem ruhigen Städtchen Luang Namtha, in dem wir uns sofort sehr wohl fühlen.
Ja, wir sind in Süd-Ost-Asien, der LKW verrichtet nach wie vor brav seine Dienste, verlangt lediglich ab und zu einen Schluck Öl und wir können wieder frei unseren Reisegewohnheiten folgen. Ich denke wir werden hier noch einige schöne Tage verbringen. Wir sind gespannt.


Hinweis für Selbstfahrer in China:

Wie wir bereits in Bericht „Der Weg nach Osten – Tibet zum Zweiten“ beschrieben, ist eine Fahrt durch China mit dem eigenen Fahrzeug relativ einfach möglich. Damit ist gemeint, dass es keine Schwierigkeit darstellt dort zu fahren, sehr wohl aber, dass es vorbereitet werden muss und mit Kosten für Genehmigungen und Guide verbunden ist.
Beispiel: Die Kosten für die Strecke Grenze Zhangmu (China-Nepal), Tibet, Yunnan, Grenze Boten (Laos) in 25 Tagen betragen für ein Fahrzeug rund 4.000 Euro. Das ist sehr viel Geld, doch geteilt in einer Gruppe wird der Betrag überschaubar: Für drei Fahrzeuge betrugen die Kosten insgesamt 4.700 Euro, also etwa 1.570 Euro pro Fahrzeug.
In diesem Betrag sind lediglich die Kosten für die Genehmigungen und den Guide enthalten. Zusätzlich hinzu kommen die üblichen Kosten für Sprit, Autobahngebühren (~30€ für LKW), Visa, Eintrittsgelder, Essen und Unterkunft (falls nicht im Auto geschlafen wird).
Auch wenn in den anderen Ländern das Reisen (kosten-)frei ist und man sich sträuben könnte dafür Geld zu zahlen, so war für uns die Route durch China wesentlich günstiger als das Fahrzeug nach Malaysia zu verschiffen. Und zusätzlich konnten wir ein weiteres Land bereisen – wenngleich im Sauseschritt.

Wer an einer Reise durch China interessiert ist, empfehlen wir die verhältnismäßig günstige und sehr zuverlässige Reiseagentur China Panorama. Herr Dong spricht und schreibt Deutsch. Bitte Grüße von uns ausrichten :-)

Chengdu Panorama Tour Co., Ltd.
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Kontakt: Mr. Hongquan Dong, Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

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