{"id":1242,"date":"2009-12-25T00:00:00","date_gmt":"2009-12-25T00:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/staging.project-asia.com\/index.php\/2009\/12\/25\/der-weg-nach-osten-tibet-zum-zweiten\/"},"modified":"2020-03-27T07:20:42","modified_gmt":"2020-03-27T07:20:42","slug":"der-weg-nach-osten-tibet-zum-zweiten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/project-asia.com\/index.php\/2009\/12\/25\/der-weg-nach-osten-tibet-zum-zweiten\/","title":{"rendered":"Der Weg nach Osten &#8211; Tibet zum Zweiten"},"content":{"rendered":"<hr SIZE=\"2\" width=\"100%\" \/> <b><a target=\"_self\" href=\"https:\/\/project-asia.com\/index.php\/2009\/12\/25\/der-weg-nach-osten-tibet-zum-zweiten\/\" rel=\"noopener noreferrer\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\" alignright size-full wp-image-1229\" width=\"300\" src=\"https:\/\/project-asia.com\/wp-content\/uploads\/2009\/12\/frohes_neues_jahr_300.jpg\" alt=\"Zum Artikel: Der Weg nach Ostern - Tibet zum Zweiten\" height=\"200\" style=\"float: right; margin: 5px\" title=\"Zum Artikel: Der Weg nach Ostern - Tibet zum Zweiten\" \/><\/a>25.12.2009<\/b><br \/> <span class=\"contentheading\">Der Weg nach Osten &#8211; Tibet zum Zweiten<br \/> <\/span><i><br \/> Zhangmu, Tibet, China, Kilometer 23.020<br \/> <\/i><br \/> Um auf dem Landweg von Deutschland nach Singapur zu gelangen, stehen zwangsl&auml;ufig irgendwann zwei L&auml;nder zu Wahl: China oder Myanmar.<br \/> Urspr&uuml;nglich hatten wir uns vorgenommen durch Myanmar zu fahren, doch uns er&ouml;ffnet sich &uuml;berraschend die M&ouml;glichkeit ein zweites Mal durch Tibet zu reisen, um anschlie&szlig;end &uuml;ber Yunnan nach Laos zu gelangen.   <!--more--> <\/p>\n<p> <b>25.12.2009 <\/b><i>&#8211; Zhangmu, Grenzstadt Nepal-Tibet,&nbsp;Kilometer 23.020<\/i><\/p>\n<p> <a rel=\"261\" href=\"https:\/\/project-asia.com\/wp-content\/uploads\/2009\/08\/China_01.jpg\" title=\"Erster Grenzposten auf kirgisischer Seite. Vier Grenzposten gilt es zu passieren bis wir in China eingereist sind. (Foto: Leon Exner)\" class=\"jcebox\"><\/a><a rel=\"263\" href=\"https:\/\/project-asia.com\/wp-content\/uploads\/2009\/12\/bordercrossing_china_02.jpg\" title=\"Nachts an der gro&szlig;en Stupa in Bodnath. \" class=\"jcebox\"><img decoding=\"async\" class=\" alignright size-full wp-image-1231\" width=\"200\" src=\"https:\/\/project-asia.com\/wp-content\/uploads\/2009\/12\/thumb_bordercrossing_china_02.jpg\" alt=\"bordercrossing_china_02.jpg\" height=\"133\" style=\"float: right; margin: 5px\" title=\"bordercrossing_china_02.jpg\" \/><\/a>Von Anfang an stand f&uuml;r uns fest, dass wir auf dem Landweg nach Singapur reisen wollen. Ein Verschiffen unseres LKW w&auml;re viel zu teuer und irgendwie nicht stilgerecht, um unserer Ziel zu erreichen. Doch so einfach ist es leider nicht. Zwei L&auml;nder machen es Individualreisenden mit eigenem Fahrzeug nicht leicht: China und Myanmar.  <\/p>\n<p> Immer wieder wird behauptet, ein Transit mit dem Auto durch Myanmar w&auml;re nicht m&ouml;glich. Wir haben uns vor und w&auml;hrend der Reise informiert und denken ein Transit ist zwar m&ouml;glich, aber an Bedingungen gekn&uuml;pft, die den meisten Overlandern schnell die Lust an diesem sicher beeindruckendem Land vergehen lassen.  <\/p>\n<p> Es gibt einige wenige Agenturen, die einen Transit durch Myanmar organisieren. &Auml;hnlich wie in China muss die Route im voraus geplant werden und ist dann fest vorgegeben. &Uuml;bernachtet werden muss in Hotels, ein n&auml;chtigen im eigenen Fahrzeug sei nicht m&ouml;glich. Dies liegt daran, dass die Hotels alle G&auml;ste bei der &ouml;rtlichen Polizei registrieren m&uuml;ssen. <br \/> Ein registrierter Guide begleitet die gesamte Reise und sitzt mit im Fahrzeug der Reisenden oder es entstehen die Kosten f&uuml;r ein Begleit-Fahrzeug.<\/p>\n<p> An der Ostgrenze Myanmars liegt Thailand. Wer dort hin ausreisen m&ouml;chte, muss durch ein schwer zug&auml;ngliches Milit&auml;r-Sperrgebiet. Konkret sieht es so aus, dass das Fahrzeug an einen einheimischen Fahrer &uuml;bergeben werden muss, der dann etwa 150km alleine weiterf&auml;hrt. Man selbst steigt in ein Flugzeug und landet kurz vor der thail&auml;ndischen Grenze. Dort wird das Fahrzeug wieder in Empfang genommen. <\/p>\n<p> <a rel=\"263\" href=\"https:\/\/project-asia.com\/wp-content\/uploads\/2009\/12\/bordercrossing_china_03.jpg\" title=\"Zwei Wachm&auml;nner sorgen daf&uuml;r, dass bei der Stupa kein Unfug getrieben wird. Am Abend wird es bereits empfindlich kalt. Ein Feuerchen hilft gegen kalte Finger.\" class=\"jcebox\"><img decoding=\"async\" class=\" alignleft size-full wp-image-1233\" width=\"200\" src=\"https:\/\/project-asia.com\/wp-content\/uploads\/2009\/12\/thumb_bordercrossing_china_03.jpg\" alt=\"bordercrossing_china_03.jpg\" height=\"133\" style=\"float: left; margin: 5px 10px\" title=\"bordercrossing_china_03.jpg\" \/><\/a>Als wir uns um einen Transit bem&uuml;ht hatten gab es zus&auml;tzlich das Problem, dass die Fl&uuml;ge regelm&auml;&szlig;ig abgesagt wurden und nicht mit Sicherheit gesagt werden konnte ob &uuml;berhaupt Fl&uuml;ge stattfinden. Die Alternative stellt eine Ausreise nach Yunnan in China und die anschlie&szlig;ende Einreise nach Laos dar. F&uuml;r eine Reise durch China mit dem eigenen Fahrzeug m&uuml;ssen ebenfalls Genehmigungen eingeholt und ein Guide organisiert werden &#8211; mit den damit verbundenen Kosten.<br \/> Eine weiteres Problem: Der einzig passierbare Grenz&uuml;bergang nach Myanmar liegt im indischen Bundesstadt Manipur, f&uuml;r dessen Einreise eine Sondergenehmigung eingeholt werden und sich der Reisende selbst k&uuml;mmern muss. Die Genehmigung gilt &uuml;blicherweise nur bis zur Hauptstadt Imphal. Eine Weiterreise bis zur Grenze muss ausdr&uuml;cklich ausgewiesen werden &#8211; es wurden wohl schon oft Genehmigungen ausgestellt, die in Manipur nicht g&uuml;ltig sind.<\/p>\n<p> Durch all diese organisatorischen Schwierigkeiten und Kosten haben wir uns entschieden ein weiteres Mal durch China zu reisen. Da wir noch weitere Reisepartner gefunden haben, waren die Kosten schlie&szlig;lich auch weit geringer als eine Alleinreise Myanmar-China-Laos.  <\/p>\n<p> In Kathmandu treffen wir zum ersten Mal unsere Reisepartner f&uuml;r die n&auml;chsten 25 Tage durch China: J&uuml;rgen und Helga mit ihrem VW-Bus (<a href=\"http:\/\/www.orangetrotter.de\/\">http:\/\/www.orangetrotter.de\/<\/a>), Daniel mit seinem BWM Motorrad (<a href=\"http:\/\/www.open-explorers.com\/\">http:\/\/www.open-explorers.com\/<\/a>) und Heike als &bdquo;Fu&szlig;g&auml;ngerin&ldquo;, die bei jedem von uns einmal mitfahren wird.<\/p>\n<p> Die Organisation f&uuml;r die Chinareise musste drei Monate im Voraus erledigt werden. Esther und ich waren zu diesem Zeitpunkt in Delhi, Helga und J&uuml;rgen in Sikkim, einem Bundesstaat in Indien, Daniel in Kathmandu und Heike in Deutschland. Die chinesische Reiseagentur China Panorama Tours hat ihren Sitz in Chengdu. Dank Internet konnten wir uns Kurzschlie&szlig;en und einige spannende Themen diskutieren. Zum Beispiel ob wir im Winter &uuml;berhaupt &uuml;ber den Himalaja fahren k&ouml;nnen. Immerhin stehen mehrere 5.000m hohe P&auml;sse bevor. Mr. Dong spricht Deutsch und erkl&auml;rt uns, dass der gro&szlig;e Schnee erst Ende Januar einsetzt. Sollte es dennoch schneien, werden die P&auml;sse ganzj&auml;hrig vom Milit&auml;r ger&auml;umt &#8211; das kann aber auch mal ein paar Tag dauern.  <\/p>\n<p> Die Agentur hat einen Puffer von zwei Tagen eingeplant. Notfalls k&ouml;nnen zus&auml;tzlich Besichtigungstage gestrichen werden &#8211; die chinesischen Auflagen sind &auml;hnlich streng wie in Myanmar. Mr. Dong gab uns ein Vorschlag zur Route und der m&uuml;ssen wir nun fest folgen &#8211; zeitlich und streckenm&auml;&szlig;ig. Denn in der kleinen Aktentasche unseres Guides befinden sich Dokumente mit Fotos von uns, den Fahrzeugen, alle pers&ouml;nlichen und technischen Daten und Kopien unser Personalausweise. Darauf prangen wichtige Stempel, ohne die der ganze Papierkram nichts Wert w&auml;re. An den vielen Checkpoints von Milit&auml;r und Polizei, vor allem in Tibet, werden diese Genehmigungen kontrolliert. Doch das ist die Arbeit f&uuml;r den Guide, der abwechselnd bei einem von uns mitfahren wird &#8211; wir kennen diese Prozedur schon von unserer ersten Chinafahrt vor Kashgar nach Lhasa vor wenigen Monaten.  <\/p>\n<p> Doch diesmal bereiten uns zwei neue Dinge im voraus Sorgen: Dem Risiko im Schnee stecken zu bleiben und H&ouml;henkrank zu werden. Beim Schnee haben wir wenig Einfluss und zur Sicherheit haben wir uns Schneeketten aus Lhasa bestellt, die wir an der chinesischen Grenze in Empfang nehmen werden. Bei der Akklimatisierung hingegen k&ouml;nnen wir Einfluss nehmen. Zumindest theoretisch, denn das Problem dabei ist der rasche Anstieg vom Kathmandu-Tal auf die tibetische Hochebene. Unser Vorteil mit den Fahrzeugen gr&ouml;&szlig;ere Distanzen als Bergsteiger zur&uuml;ckzulegen, ist gleichzeitig unserer Nachteil: Innerhalb von nur 160km steigt die Stra&szlig;e von unter 600m &uuml;.N. zum ersten &uuml;ber 5.000m hohen Pass an. <br \/> Ein Medikament gegen die H&ouml;henkrankheit gibt es nicht. Nur f&uuml;r den Notfall gibt es Pr&auml;parate, die die Symptome der gef&auml;hrlichen Krankheit mindern und allenfalls daf&uuml;r verwendet werden, um selbstst&auml;ndig abzusteigen. Doch nach dem 5.000er Pass gibt es vorerst keine M&ouml;glichkeit unter 4.000m &uuml;.N. zu gelangen. <\/p>\n<p> <a rel=\"263\" href=\"https:\/\/project-asia.com\/wp-content\/uploads\/2009\/12\/Hoehenprofil.png\" title=\"Das H&ouml;henprofil von Kathmandu nach Lhasa. Deutlich sichbar, der erste Anstieg auf 5.000m innerhalb der ersten 160km.\" class=\"jcebox\"> <\/p>\n<div style=\"text-align: center\"> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-1235\" width=\"600\" src=\"https:\/\/project-asia.com\/wp-content\/uploads\/2009\/12\/thumb_Hoehenprofil.png\" alt=\"Hoehenprofil.png\" height=\"240\" style=\"margin: 5px\" title=\"Hoehenprofil.png\" srcset=\"https:\/\/project-asia.com\/wp-content\/uploads\/2009\/12\/thumb_Hoehenprofil.png 600w, https:\/\/project-asia.com\/wp-content\/uploads\/2009\/12\/thumb_Hoehenprofil-300x120.png 300w\" sizes=\"(max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/>  <\/div>\n<p> <\/a> <\/p>\n<p> So gr&uuml;beln wir alle was die beste Mischung zwischen Vernunft und Risiko ist. Auf den ersten 160km haben wir nicht die Zeit und auch keine M&ouml;glichkeiten, um eine wie beim Bergsteigen empfohlene Akklimatisierung durchzuf&uuml;hren. Dazu m&uuml;ssten wir bereits nach wenigen Kilometern jeweils &Uuml;bernachtungen einlegen.  <\/p>\n<p> Wir sind in Kodari angekommen, der nepalischen Grenzstadt an der Friendship-Bridge. Wir h&auml;tten uns nicht tr&auml;umen lassen, dass wir noch einmal hier herkommen w&uuml;rden um erneut durch Tibet unsere Reise fort zu setzen. Doch so ist das Leben von Weltreisenden: Voller &Uuml;berraschungen!<\/p>\n<p> <a rel=\"263\" href=\"https:\/\/project-asia.com\/wp-content\/uploads\/2009\/12\/bordercrossing_china_04.jpg\" title=\"Grenzstadt Kodari. Eine schmuddelige Durchgangsstadt, in der wir die Nacht vor dem Grenz&uuml;bergang verbringen.\" class=\"jcebox\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" alignright size-full wp-image-1237\" width=\"200\" src=\"https:\/\/project-asia.com\/wp-content\/uploads\/2009\/12\/thumb_bordercrossing_china_04.jpg\" alt=\"bordercrossing_china_04.jpg\" height=\"133\" style=\"float: right; margin: 5px\" title=\"bordercrossing_china_04.jpg\" \/><\/a>Kodari ist kein sch&ouml;ner Ort. Es ist eines der typisch schmuddeligen Grenzorte, an denen Grenzformalit&auml;ten abgewickelt und Waren umgeschlagen werden. An der engen Stra&szlig;e gibt es wenig M&ouml;glichkeiten zum Parken. Wir stehen im M&uuml;ll und Kot. Ein Mann uriniert hinter dem LKW. Keine 3m weiter putzt sich eine Frau die Z&auml;hne. Es ist das ungeschminkte Leben Nepals abseits der Touristen-Attraktionen. W&auml;ren wir direkt von Deutschland an diesen Ort gebeamt worden, w&uuml;rden wir es wohl keine Sekunde hier aushalten, doch wer in diesen Teilen der Erde unterwegs sein will, muss mit solchen Situationen zurecht kommen. <\/p>\n<p> Es ist sp&auml;t, der Grenz&uuml;bertritt ist f&uuml;r morgen fr&uuml;h geplant und wir verkriechen uns in unseren kleinen Palast. Neben dem LKW w&auml;rmen sich Kinder an einen kleinen Haufen brennenden Plastikm&uuml;lls. Dies sind jene Momente an denen man sich wirklich bewusst wird, wie gut es einem geht. Morgen Abend sind wir bereits an einem anderen Ort, w&auml;hrend diese Kinder sich ein neues giftig stinkendes Feuerchen anz&uuml;nden werden. <br \/> Den Gedanken Jedem helfen zu wollen, muss man hier schnell ablegen. Zu gro&szlig; ist die Armut, die einem hier immer wieder entgegen schl&auml;gt. Doch wir schauen hin, es geh&ouml;rt dazu, nicht nur die sch&ouml;nen Seiten eines Landes zu genie&szlig;en, sondern sich mit allen Fassetten auseinander zu setzen. Unser kleinen Beitrag ist die Unterst&uuml;tzung diverser Projekte, um das Leben mancher Menschen ein kleines bisschen zu verbessern. (<a target=\"_self\" href=\"https:\/\/project-asia.com\/?p=57\" rel=\"noopener noreferrer\">siehe Hilfsprojekte<\/a>)  <\/p>\n<p> Der Plan am n&auml;chsten Morgen z&uuml;gig &uuml;ber die Grenze zu kommen scheitert. Auf der nepalischen Seite ist das B&uuml;ro zum Stempeln unserer Carnet nicht besetzt. Zuckerbrot und Peitsche helfen die Beamten in Bewegung zu setzen. Die meiste Zeit geht dabei drauf die Schl&uuml;sselperson zur Schublade mit den vielen Stempeln zu finden.<br \/> Anschlie&szlig;end bugsieren wir den Magirus an der wartenden LKW-Schlange vorbei. Zwischen der Felswand links und den LKW rechts sind nur wenige Zentimeter Luft. Doch es reicht und wir k&ouml;nnen bis zum wei&szlig;en Strich auf der Mitte der Friendship Bridge vorfahren. Das ist die Grenze zwischen Nepal und China. Auf der anderen Seite der Markierung stehen zwei Soldaten vom chinesischen Milit&auml;r und kontrollieren die P&auml;sse. <\/p>\n<p> Nachdem wir einige Zeit auf unseren Guide warten m&uuml;ssen, stellt sich heraus, dass ein Stromausfall die Abwicklung unserer chinesischen Reisegenehmigung behindert. Stromausf&auml;lle sind zu diese Jahreszeit keine Seltenheit, doch nahezu jedes Restaurant in Nepal hat einen eigenen Generator. Seltsam, doch uns bleibt nichts anders &uuml;brig als uns die Zeit zu vertreiben.  <\/p>\n<p> <a rel=\"263\" href=\"https:\/\/project-asia.com\/wp-content\/uploads\/2009\/12\/bordercrossing_china_01.jpg\" title=\"F&uuml;r alle ersichtlich und geduldet: Schmuggel von Whiskey und Reisschnaps. (Fotografiert mit dem Handy)\" class=\"jcebox\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" alignleft size-full wp-image-1239\" width=\"200\" src=\"https:\/\/project-asia.com\/wp-content\/uploads\/2009\/12\/thumb_bordercrossing_china_01.jpg\" alt=\"bordercrossing_china_01.jpg\" height=\"150\" style=\"float: left; margin: 5px 10px\" title=\"bordercrossing_china_01.jpg\" \/><\/a>Wir nutzen die Gelegenheit die vielen Menschen, die hier zu Fu&szlig; die Grenze passieren genauer zu beobachten. Was machen die Frauen hier eigentlich f&uuml;r komische Sachen? In Pappkartons tragen sich gro&szlig;e Mengen an Reisschnaps und billigen Whisky &uuml;ber den chinesischen Zoll. Dann packen sie alles in T&uuml;cher und schnallen sich die Flaschen wie einen Munitionsg&uuml;rtel um den Bauch. Als Tarnung bedecken T&uuml;cher und Kleidung die Ware, gerne auch zus&auml;tzlich noch ein Kind auf dem R&uuml;cken. Aber so bl&ouml;d kann doch kein Grenzbeamter sein, um das nicht zu merken?! Zumal das Ganze f&uuml;r alle ersichtlich direkt vor dem chinesischen Custom stattfindet. Doch die Aktionen scheinen geduldet zu werden und es ist ein ungeschriebenes Gesetz, dass der K&ouml;rper einer Person nicht kontrolliert wird. Diesen Hinweis hatten wir ebenfalls bekommen, und sollten ggf. Satelliten-Telefon und GPS in der Jackentasche &uuml;ber die Grenze tragen. <br \/> Der Whisky-Schmuggel ist ohnehin kein ertr&auml;gliches Gesch&auml;ft, meint Lagbar, unser Guide. Etwa 20 Eurocent pro Flasche Gewinn l&auml;sst sich damit erzielen. Ein Dutzend Flaschen z&auml;hle ich an der H&uuml;fte einer nepalischen Frau. F&uuml;r die &Auml;rmsten der Armen immer noch ein lohnendes Gesch&auml;ft.  <\/p>\n<p> Wir warten nun schon &uuml;ber 6 Stunden. Inzwischen ist es kurz vor sechs. Um 18:00 Uhr schlie&szlig;t die Grenze. Unser Guide erkl&auml;rt uns, die Formalit&auml;ten w&auml;ren nun abgeschlossen, aber wir d&uuml;rften erst morgen mit den Fahrzeugen einreisen. Das dies v&ouml;llig inakzeptabel ist vermittle ich dem zust&auml;ndigen Grenzbeamten, weniger durch die Wort, die er nicht versteht, als viel mehr durch die Lautst&auml;rke meiner Erkl&auml;rung.<br \/> <a rel=\"263\" href=\"https:\/\/project-asia.com\/wp-content\/uploads\/2009\/12\/bordercrossing_china_05.jpg\" title=\"Auch Zhangmu auf der tibetischen Seite ist ein nicht sonderlich h&uuml;bsches St&auml;dchen. Es ist so steil an den Berghang gebaut, dass es nur eine Sta&szlig;e gibt.\" class=\"jcebox\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" alignright size-full wp-image-1241\" width=\"200\" src=\"https:\/\/project-asia.com\/wp-content\/uploads\/2009\/12\/thumb_bordercrossing_china_05.jpg\" alt=\"bordercrossing_china_05.jpg\" height=\"133\" style=\"float: right; margin: 5px\" title=\"bordercrossing_china_05.jpg\" \/><\/a>Schlie&szlig;lich d&uuml;rfen wir doch noch als letzte Grenzg&auml;nger an diesem Tag unter dem Schlagbaum hindurch huschen. Der Beamte vom Zoll erkennt unseren Wagen wieder und wir erkennen ihn. Wir lachen und bis auf die Fahrgestellnummern wird nichts kontrolliert. In 10min sind alle Fahrzeug &uuml;ber die Grenze. <\/p>\n<p> Nach diesem anstrengenden Tag des Nichtstun &uuml;bernachten wir in Zangmu, der chinsischen Grenzstadt wenige Kilometer vom Grenzposten entfernt. Zum Abschied essen wir ein letztes Mal nepalisch: Leckere Fried Pakora, frittierte Gem&uuml;seb&auml;llchen.<\/p>\n<p> Nebenbei bemerkt haben wir heute den ersten Weihnachtsfeiertag. Durch den Grenz&uuml;bergang, den gar nicht winterlichen Temperaturen und dem fehlenden Gl&uuml;hwein, kommt bei uns keine richtige Feststimmung auf, doch wir denken an unsere Familien zuhause, die nun wohl beim traditionellen Weihnachtsessen sitzen und wir&nbsp;freuen uns wieder in Tibet zu sein.  <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>25.12.2009 Der Weg nach Osten &#8211; Tibet zum Zweiten Zhangmu, Tibet, China, Kilometer 23.020 Um auf dem Landweg von Deutschland nach Singapur zu gelangen, stehen zwangsl&auml;ufig irgendwann zwei L&auml;nder zu Wahl: China oder Myanmar. 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