{"id":1299,"date":"2010-01-09T00:00:00","date_gmt":"2010-01-09T00:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/staging.project-asia.com\/index.php\/2010\/01\/09\/tibet-im-winter\/"},"modified":"2020-03-27T07:20:42","modified_gmt":"2020-03-27T07:20:42","slug":"tibet-im-winter","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/project-asia.com\/index.php\/2010\/01\/09\/tibet-im-winter\/","title":{"rendered":"Tibet im Winter"},"content":{"rendered":"<hr SIZE=\"2\" width=\"100%\" \/> <b><a target=\"_self\" href=\"https:\/\/project-asia.com\/index.php\/2010\/01\/09\/tibet-im-winter\/\" rel=\"noopener noreferrer\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\" alignright size-full wp-image-1246\" width=\"300\" src=\"https:\/\/project-asia.com\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/tibet-2_18_300.jpg\" alt=\"Zum Artikel: Tibet im Winter\" height=\"200\" style=\"float: right; margin: 5px\" title=\"Zum Artikel: Tibet in Winter\" \/><\/a>09.01.2010<\/b><br \/> <span class=\"contentheading\">Tibet im Winter<\/span><br \/> <em><br \/> Markam, Tibet,&nbsp;Kurz vor der Provinz Yunnan, <br \/> Kilometer 25.067<br \/> <\/em> <\/p>\n<p> Die Genehmigungen sind eingeholt, der Guide organisiert, wir sind bereit. Das Abenteuer Tibet startet in die zweite Runde. Kommen wir tats&auml;chlich im Winter &uuml;ber das Himalaya-Gebirge? Durch die chinesischen Auflagen haben wir erneut einen straffen Zeitplan, der uns kaum Puffer f&uuml;r unvorhergesehene F&auml;lle gibt &#8211; doch die lassen nicht lange auf sich warten&hellip;  <\/p>\n<p>  <!--more--> <\/p>\n<p> <b>09.01.2010 <\/b><i>&#8211; Markam, Tibet,&nbsp;Kurz vor der Provinz Yunnan, Kilometer 25.067<\/i><\/p>\n<p> <a rel=\"261\" href=\"https:\/\/project-asia.com\/wp-content\/uploads\/2009\/08\/China_01.jpg\" title=\"Erster Grenzposten auf kirgisischer Seite. Vier Grenzposten gilt es zu passieren bis wir in China eingereist sind. (Foto: Leon Exner)\" class=\"jcebox\"><\/a><a rel=\"263\" href=\"https:\/\/project-asia.com\/wp-content\/uploads\/2009\/12\/bordercrossing_china_02.jpg\" title=\"Nachts an der gro&szlig;en Stupa in Bodnath. \" class=\"jcebox\"><\/a><a rel=\"265\" href=\"https:\/\/project-asia.com\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/Tibet-2_04.jpg\" title=\"Reisegruppe f&uuml;r China: Lagbar, Helga, J&uuml;rgen, Heike und Daniel. (v.L.n.R.)\" class=\"jcebox\"><img decoding=\"async\" class=\" alignright size-full wp-image-1248\" width=\"200\" src=\"https:\/\/project-asia.com\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/thumb_Tibet-2_04.jpg\" alt=\"Tibet-2_04.jpg\" height=\"133\" style=\"float: right; margin: 5px\" title=\"Tibet-2_04.jpg\" \/><\/a>Unsere kleine Reisegruppe,&nbsp; Heike, Daniel mit&nbsp; Motorrad, Helga und J&uuml;rgen im VW-Bus, Esther und ich, sowie unser Guide Lagbar, sind keine 48h in China und h&auml;ngen unserem Zeitplan durch die lange Grenzabfertigung bei Zhangmu schon einen Tag hinterher. Auch am n&auml;chsten Morgen schaffen wir keine 5km und m&uuml;ssen schon wieder warten. Eine Baustelle behindert die Weiterfahrt. <br \/> Ein Bagger hebt mitten aus der Stra&szlig;e ein gro&szlig;es Loch aus. Da kommt niemand durch. Die eigentliche Baustelle ist jedoch der gesamte Hang, der nur aus Ger&ouml;ll besteht. Wir kennen die Stelle schon von unserer ersten Tibetfahrt und vor vier Monaten sah die Engstelle genauso aus. In Anbetracht der Tatsache, dass die restliche Strecke gut ausgebaut ist, muss es sich hier wirklich um eine bautechnische Herausforderung handeln.  <\/p>\n<p> <a rel=\"265\" href=\"https:\/\/project-asia.com\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/Tibet-2_03.jpg\" title=\"Solche Stra&szlig;en sind nat&uuml;rlich sehr angenehm zu fahren. Da bleibt einem Zeit zum Fotografieren.\" class=\"jcebox\"><img decoding=\"async\" class=\" alignleft size-full wp-image-1250\" width=\"200\" src=\"https:\/\/project-asia.com\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/thumb_Tibet-2_03.jpg\" alt=\"Tibet-2_03.jpg\" height=\"133\" style=\"float: left; margin: 5px 10px\" title=\"Tibet-2_03.jpg\" \/><\/a>Es ist Stockfinster, bis wir weiterfahren k&ouml;nnen. Die Baustelle liegt erst wenige Kilometer hinter uns, da quakt es aus dem Walkie-Talkie. Daniel, unser Motorradfahrer, warnt uns vor einer Eispassage in einer Kurve. Er konnte noch geradeaus schlittern, doch beim Anfahren rutsch ihm die schwere Maschine weg. In der Dunkelheit erkennen wir trotz der Warnung den gefrorenen Wasserlauf viel zu sp&auml;t und k&ouml;nnen ebenfalls nur noch gerade dr&uuml;ber rollen. Wir helfen Daniel das Motorrad wieder aufzurichten und setzen die Nachtfahrt fort. Es bleibt nicht bei dieser einen Eispassage. Immer wieder flie&szlig;t Wasser &uuml;ber die Stra&szlig;e und ist zu einer gef&auml;hrlichen Eisschicht gefroren. <br \/> 28km sp&auml;ter kommen wir heil in Nyalam an. Die kurze Strecke war eigentlich schon f&uuml;r gestern geplant. Das St&auml;dtchen liegt bereits in 3.780m H&ouml;he. Die letzte Nacht in Zhangmu verbrachten wir auf 2.200m. Ein gro&szlig;er H&ouml;henunterschied, doch uns bleibt nichts anderes &uuml;brig, als diesen Sprung zu wagen. Deshalb dient der n&auml;chste Tag zu Akklimatisierung. Esther, Helga und Heike k&auml;mpfen ein wenig mit der d&uuml;nnen Luft und gehen alles ein wenig ruhiger an, w&auml;hrend Daniel anf&auml;ngt sein Motorrad auseinander zu schrauben. In Indien dr&auml;ngte ihn ein LKW-Fahrer von der Stra&szlig;e und er rutsche mitten in einen Tee-Laden. Ihm passierte nichts schlimmes, aber seine BMW, die 21 Jahre alte &bdquo;Marianne&ldquo;, hat einiges abbekommen. Doch das &bdquo;gleitende Stahlross&ldquo;, wie wir ihn seit der gestrigen Schlitterpartie nennen, l&auml;sst sich nicht so leicht unterkriegen.  <\/p>\n<p> <a rel=\"265\" href=\"https:\/\/project-asia.com\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/Tibet-2_02.jpg\" title=\"Eisschrank. Eine unangenehme Nacht auf 4.300m. Weniger wegen des gefrorenen Kondenswassers an unserer T&uuml;r, sondern auf Grund der d&uuml;nnen Luft.\" class=\"jcebox\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" alignright size-full wp-image-1252\" width=\"200\" src=\"https:\/\/project-asia.com\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/thumb_Tibet-2_02.jpg\" alt=\"Tibet-2_02.jpg\" height=\"133\" style=\"float: right; margin: 5px\" title=\"Tibet-2_02.jpg\" \/><\/a>Zu besseren H&ouml;henanpassung entschlie&szlig;t sich ein Teil der Gruppe ein St&uuml;ck aus Nyalam herauszufahren, um die Nacht auf 4.230m zu verbringen. Wir befinden uns inmitten einer nahezu vegetationslosen, kargen Fels- und Ger&ouml;lllandschaft. In der Nacht wird es eisig kalt. Durch die d&uuml;nne Luft schlafen alle schlecht, bis auf Lagbar, unserem Guide. Als Entsch&auml;digung k&ouml;nnen wir einen wundersch&ouml;nen Sternhimmel bewundern. Mangels Guesthouse schl&auml;ft Lagbar bei uns im LKW auf der warmen Fu&szlig;bodenheizung. Daniel muss warten bis ein Metallkleber getrocknet ist. Er und Heike bleiben in Nyalam und kommen morgen nach.  <\/p>\n<p> Am n&auml;chsten Morgen zeigt das Thermometer -13&deg;C. Wir haben aus Nepal noch Reste von schlechtem, nicht wintertauglichem Diesel im Tank. Im Schauglas unseres Wasserabscheiders schwimmt eine milchige Br&uuml;he. Vorsorglich w&auml;rme ich den Filter vor &#8211; mit Hilfe einer Haarspray-Dose und Feuerzeug per Flammenwerfer. <br \/> Wir starten zum ersten 5.000er Pass. Kurz vor der Passh&ouml;he, nimmt der Magirus kein Gas mehr an und bleibt fast stehen. Ich tippe auf die beiden Dieselfilter. Ersatz haben wir dabei und der Austausch ist normalerweise kein Akt, doch in dieser H&ouml;he strengt jeder Handgriff doppelt und dreifach an. &Uuml;ber Funk teilt uns Helga mit, dass es J&uuml;rgen nicht gut geht und ihm pl&ouml;tzlich schwindelig wird. Sie sind ein St&uuml;ck voraus und beeilen sich schnell &uuml;ber den Pass zu kommen. <br \/> Die neuen Filter sind montiert, doch wir kommen keine 100m weiter. Ich stehe voll auf dem Gas, doch der Motor hat keine Power. &bdquo;Die Filter sind entl&uuml;ftet, was kann das jetzt sein, zum Henker?&ldquo; Uns wird ein wenig mulmig. Ein technisches Problem in dieser H&ouml;he kann schnell auch zu einem Gesundheitlichen werden. Im Notfall k&ouml;nnten wir den Pass wieder hinunter rollen, aber eine L&ouml;sung ist das keine. Da f&auml;llt mir der Filter im Wasserabscheider ein. Den haben wir erst vor kurzem getauscht, doch tats&auml;chlich ist er bereits komplett schwarz vor Schmutz. Der Filter ist flink gewechselt, es kann weitergehen.<br \/> Wenig sp&auml;ter &uuml;berholt uns Daniel mit Heike auf dem Motorrad. Sie haben uns eingeholt. Das Team ist wieder komplett.  <\/p>\n<p> <a rel=\"265\" href=\"https:\/\/project-asia.com\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/Tibet-2_06.jpg\" title=\"Nicht nur Daniel ist mit dem Motorrad unterwegs, auch die Tibeter lieben ihr Zweirad.\" class=\"jcebox\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" alignright size-full wp-image-1254\" width=\"200\" src=\"https:\/\/project-asia.com\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/thumb_Tibet-2_06.jpg\" alt=\"Tibet-2_06.jpg\" height=\"133\" style=\"float: right; margin: 5px\" title=\"Tibet-2_06.jpg\" \/><\/a>Viele Kilometer und P&auml;sse sp&auml;ter erreichen wir Shigatse, mit 3.800m Chinas h&ouml;chst gelegene Stadt. Neben der geplanten Besichtigung des Tashihunpo Klosters, dem Sitz des Panchen Lama, stehen noch einige Formalit&auml;ten an: Wir brauchen den chinesischen F&uuml;hrerschein. Im Gegensatz zu unserer ersten China-Fahrt, m&uuml;ssen wir tats&auml;chlich mit den Fahrzeugen beim chinesischen T&Uuml;V vorfahren und eine Fahrpr&uuml;fung machen. Die sieht so aus, dass J&uuml;rgen und ich 10min einem Polizeiauto folgen. Anschlie&szlig;end bekommen wir im B&uuml;ro, von einer scheinbar wichtigen Person, die wichtigsten Verkehrsregeln erkl&auml;rt und werden einem Sehtest unterzogen. Unser Guide l&auml;uft derweil von B&uuml;ro zu B&uuml;ro und sammelt Unterschriften. Nach gut drei Stunden haben wir alle Papiere zusammen. <br \/> Daniel mit seinem Motorrad scheint einen Sonderstatus zu haben &#8211; er braucht keinen F&uuml;hrerschein und keinen T&Uuml;V. Sein chinesisches Nummernschild, ein laminiertes St&uuml;ck Papier, bekommt er dennoch. <br \/> Etwas Gutes hat die Sache in jedem Fall: Auf dem Bremsen-Pr&uuml;fstand bekommen wir die Funktionst&uuml;chtigkeit unserer Bremse best&auml;tigt. Nachdem wir in Indien einmal Probleme damit hatten, beruhigt das.  <\/p>\n<p> <a rel=\"265\" href=\"https:\/\/project-asia.com\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/Tibet-2_05.jpg\" title=\"Ein kleiner Fluss auf der Tibetischen Hochebene. Es ist &uuml;berraschend Trocken. Vom gef&uuml;rchteten, gro&szlig;en Schneefall wurden wir verschont.\" class=\"jcebox\"><\/a><br \/> <a rel=\"265\" href=\"https:\/\/project-asia.com\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/Tibet-2_05.jpg\" title=\"Ein kleiner Fluss auf der Tibetischen Hochebene. Es ist &uuml;berraschend Trocken. Wir erleben Tibet zwar in Weiss, doch vom bef&uuml;rchteten, gro&szlig;en Schneefall wurden wir verschont.\" class=\"jcebox\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" alignleft size-full wp-image-1256\" width=\"200\" src=\"https:\/\/project-asia.com\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/thumb_Tibet-2_05.jpg\" alt=\"Tibet-2_05.jpg\" height=\"133\" style=\"float: left; margin: 5px 10px\" title=\"Tibet-2_05.jpg\" \/><\/a>Als wir am n&auml;chsten Tag aus dem Fenster schauen schneit es. Die K&auml;lte macht unseren Fahrzeugen zu schaffen. Daniel sch&uuml;ttet hei&szlig;es Wasser &uuml;ber die Zylinder vom Motorrad und muss lange Orgeln bis seine &bdquo;Marianne&ldquo; anspringt. Bei J&uuml;rgen springt der VW-Bus gar nicht mehr an. Ausgerechnet jetzt f&auml;llt bei uns die Flammstartanlage aus. Sie erhitzt normalerweise die Luft im Ansaugstutzen und hilft bei niedrigen Temperaturen zu einem sanfteren Motorstart. Jetzt muss es ohne diese Vorrichtung gehen &#8211; tut es auch. Wir qualmen wie ein Nebelwerfer, doch der Magirus springt sofort an. Wir sind stolz auf unseren 35 Jahre alten LKW.<br \/> J&uuml;rgens Bus h&auml;ngen wir an die Abschlepp&ouml;se und ziehen ihn ein St&uuml;ck. Dann springt auch sein Fahrzeug an.<br \/> Unsere Fahrt f&uuml;hrt durch eine malerische Schnee-Landschaft. Doch zum Genie&szlig;en bleibt kaum Zeit &#8211; die Stra&szlig;e ist teilweise spiegelglatt. Zum Gl&uuml;ck f&uuml;hrt unsere Route &uuml;ber eine relativ ebene Strecke ohne gro&szlig;e Steigungen. Dennoch sehen wir viele Unf&auml;lle. Komischerweise ist oft die Polizei darin verwickelt. Doch so verwunderlich ist es eigentlich doch nicht, denn viele Fahrzeuge, die hier verkehren, sind Polizeiautos. <\/p>\n<p> Wir kommen an eine glatte Passage mit leichtem Gef&auml;lle. Busse und LKW stehen Kreuz und Quer. Wir &uuml;berlegen die Schneeketten aufzuziehen und halten an. Dabei rutscht unser LKW ein wenig Richtung Graben. Wir sichern den Wagen mit Steinen, doch der Versuch die Schneeketten aufzuziehen scheitert. Es ist zu glatt um zu rangieren. Esther legt die Ketten ausgebreitet vor die Reifen, damit wir dr&uuml;ber fahren k&ouml;nnen und mehr Grip haben. Ich starte den Motor und rolle beherzt an den anderen Fahrzeugen vorbei. Esther rennt mit den Schneeketten neben dem LKW her, jederzeit bereit die Ketten unter die Reifen zu werfen, sollte das Fahrzeug anfangen zu rutschen. Ganz sch&ouml;n mutig. <\/p>\n<p> <a rel=\"265\" href=\"https:\/\/project-asia.com\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/Tibet-2_07.jpg\" title=\"Unfall und Verkehrschaos. Wir nutzen die Wartezeit und entsch&auml;rfen die Eispassage mit Sand und Schotter. Die im Iran geschenkte Schaufel hat doch noch ihren Nutzen.\" class=\"jcebox\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" alignright size-full wp-image-1258\" width=\"200\" src=\"https:\/\/project-asia.com\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/thumb_Tibet-2_07.jpg\" alt=\"Tibet-2_07.jpg\" height=\"133\" style=\"float: right; margin: 5px\" title=\"Tibet-2_07.jpg\" \/><\/a>Sp&auml;ter stehen wir erneut an einem Gef&auml;lle, an dem sich ein Unfall ereignet hat. Ein Van ist quer in einen Polizei-Toyota geschleudert. Der Fahrer sitzt noch im Auto. Er scheint eine Gehirnersch&uuml;tterung zu haben. Etwas weiter h&auml;ngt ein Jeep in der Wasserrinne. <br \/> Hier geht erst mal nichts mehr. Dennoch zw&auml;ngen sich einige PKW an der engen und glatten Unfallstelle vorbei. Wir warten nur drauf, dass gleich der N&auml;chste in die havarierten Fahrzeuge rutscht. Damit dies nicht passiert und ich mir die Zeit sinnvoll vertreibe, packe ich unsere Schaufel und schleudere Sand und Steine auf Stra&szlig;e. Nachdem immer mehr Fahrzeuge erfolgreich die Unfallstelle passieren, setzen auch wir uns wieder in Bewegung.  <\/p>\n<p> <a rel=\"265\" href=\"https:\/\/project-asia.com\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/hot-pot.jpg\" title=\"Nur f&uuml;rs Foto. Auf H&uuml;hnerf&uuml;&szlig;e hatte ich dann doch keine Lust. (Foto: Daniel Rinz)\" class=\"jcebox\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" alignleft size-full wp-image-1260\" width=\"200\" src=\"https:\/\/project-asia.com\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/thumb_hot-pot.jpg\" alt=\"hot-pot.jpg\" height=\"125\" style=\"float: left; margin: 5px 10px\" title=\"hot-pot.jpg\" \/><\/a>Heute ist Silvester. Wir sind etwas sp&auml;t dran, aber wir schaffen es noch nach Lhasa, in die Hauptstadt Tibets. Dort gehen wir zur Feier des Tages in ein Hot-Pot Restaurant. Der Feuertopf ist die chinesische Variante des Fondue, nur mit siedender, scharfer Br&uuml;he, statt K&auml;se. Das besondere dabei sind die au&szlig;ergew&ouml;hnlichen Zutaten, die zum Garen in den gusseisernen Topf in der Mitte des Tisches gehalten werden. <br \/> Bei unserem letzten Besuch in Lhasa hatten Esther und ich schon einmal viel Spass beim Hotpot-Essen und dachten es w&auml;re ein Gutes dieses Erlebnis an Silvester zu wiederholen. In der Tat ist es ein Erlebnis, doch die Zutaten sind diesmal etwas zu au&szlig;ergew&ouml;hnlich f&uuml;r uns Europ&auml;er. Da wir kaum eine der gut hundert verschiedenen Zutaten kennen, geschweige denn von der Speisekarte bestellen k&ouml;nnen, &uuml;bernimmt dies unser Guide Lagbar. Wir wollen gerne Gem&uuml;se, doch er bestellt vor allem jede Menge Pilzsorten &ndash; das ist zwar sehr landestypisch, aber gar nicht Esthers Geschmack. Die Br&uuml;he im Topf f&auml;ngt an zu sieden und wir fangen an, alles M&ouml;gliche hinein zu werfen. Wir haben Hunger! Beim Herausangeln der Gem&uuml;se- und Kartoffelscheiben entdecken wir weitere interessante Dinge, die bereits in der Br&uuml;he schwimmen: H&uuml;hnerf&uuml;&szlig;e und der dazugeh&ouml;rige H&uuml;hnerkopf. Den Kopf kennen wir schon von unserer ersten Tibet-Fahrt. Damals landete er frittiert auf dem Teller. Aber auch H&uuml;hnerf&uuml;&szlig;e sind keine Seltenheit. Die gibt&rsquo;s hier im Supermarkt vakuumverpackt in allen Geschmacksrichtungen gleich neben den Gummib&auml;rchen zu kaufen. Wir haben auch ein F&uuml;&szlig;chen gekauft &#8211; aber nicht zum Essen, sondern als Souvenir. Doch hier schwimmen die F&uuml;&szlig;e im Topf. Zimperlich darf man da wirklich nicht sein. Wir umschiffen die besonderen Leckerbissen geschickt mit unseren chinesischen St&auml;bchen, die f&uuml;r vor allem f&uuml;r Daniel ein zus&auml;tzliches Hindernis darstellen satt zu werden. Doch irgendwie schaffen wir es alle unseren Hunger zu stillen. <br \/> Ein Erlebnis war es wieder, das Hot-Pot-Essen, wenngleich etwas anders als beim letzten Mal. In Yunnan werden wir noch ganz andere Zutaten in der K&uuml;che entdecken&#8230; <\/p>\n<p> Wir lassen den Abend gemeinsam in der Music Bar ausklingen. Ein winziger, aber total chilliger Laden. Wir sto&szlig;en gemeinsam auf das neue Jahr an. Das mit den Vors&auml;tzen machen wir etwas anders als &uuml;blich: Jeder zieht den Namen eines Anderen und denkt sich f&uuml;r ihn einen passenden Vorsatz aus. J&uuml;rgens Vorsatz an mich: Ich solle weiterhin so unterhaltend bleiben. Helga gibt Esther den Tipp jeden Moment zu genie&szlig;en &#8211; sicherlich auch nicht verkehrt, auf einer Langzeitreise kann es passieren, dass die viele besonderen Momente einen gar nicht mehr bewusst sind.<br \/> Wir nehmen gemeinsam ein Taxi zur&uuml;ck ins Hotel. F&uuml;r morgen sind einige Dinge zu erledigen und m&uuml;ssen fr&uuml;h raus.<br \/> &nbsp;  <\/p>\n<table border=\"0\" align=\"center\">\n<tbody>\n<tr>\n<td><a rel=\"265\" href=\"https:\/\/project-asia.com\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/Tibet-2_13.jpg\" title=\"Westliche Suchtbefriedigung. Wir essen vorwiegend einheimische Speisen, oft gibt es auf unserer Strecke auch keine Wahl. In Lhasa genie&szlig;en wir einmal Fastfoot bei Dicos.\" class=\"jcebox\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" alignleft size-full wp-image-1262\" width=\"200\" src=\"https:\/\/project-asia.com\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/thumb_Tibet-2_13.jpg\" alt=\"Tibet-2_13.jpg\" height=\"133\" style=\"float: left; margin: 5px\" title=\"Tibet-2_13.jpg\" \/><\/a>&nbsp;<\/td>\n<td><a rel=\"265\" href=\"https:\/\/project-asia.com\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/Tibet-2_15.jpg\" title=\"Auch das Einkaufen in einem gro&szlig;en Supermarkt macht wieder mal Spass. Hier die S&uuml;ssigkeitenabteilung. \" class=\"jcebox\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" alignleft size-full wp-image-1264\" width=\"200\" src=\"https:\/\/project-asia.com\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/thumb_Tibet-2_15.jpg\" alt=\"Tibet-2_15.jpg\" height=\"133\" style=\"float: left; margin: 5px\" title=\"Tibet-2_15.jpg\" \/><\/a>&nbsp;<\/td>\n<td><a rel=\"265\" href=\"https:\/\/project-asia.com\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/Tibet-2_14.jpg\" title=\"Der m&auml;chtige Potala-Palast ist zweifelsohne ein imposantes Geb&auml;ude, doch ohne lebendige Atmosph&auml;re. Im Innern schieben sich lediglich im Stundentakt Touristenstr&ouml;me durch.\" class=\"jcebox\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" alignleft size-full wp-image-1266\" width=\"200\" src=\"https:\/\/project-asia.com\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/thumb_Tibet-2_14.jpg\" alt=\"Tibet-2_14.jpg\" height=\"133\" style=\"float: left; margin: 5px\" title=\"Tibet-2_14.jpg\" \/><\/a>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p> <\/p>\n<p> Vor zwei Tagen ist uns ein Kamera-Objektiv kaputt gegangen. Die Blende klemmt. &Auml;rgerlich, wo uns wieder so viele sch&ouml;ne Motive vor die Linse springen. Lhasa stellt die einzige M&ouml;glichkeit dar, in den n&auml;chsten Tagen Ersatz zu bekommen. <br \/> In einem modernen Elektronik-Kaufhaus finden tats&auml;chlich eine kleine Canon-Vertretung. Erwartungsgem&auml;&szlig; kann man das Objektiv dort nicht repariert lassen, sondern m&uuml;sste eingeschickt werden. Das w&uuml;rde nur drei Tage dauern, doch selbst die fehlen uns. Das einzige verf&uuml;gbare Profi-Objektiv ist ein 17-40mm 1:4.0. Damit fehlt mir der Bereich von 40-70mm, doch besser als nichts.<br \/> <a rel=\"265\" href=\"https:\/\/project-asia.com\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/Tibet-2_08.jpg\" title=\"Macht im Winter durchaus Sinn, ist im Sommer jedoch nicht anders: Yak-Fleisch aus dem Freiluft-K&uuml;hlschrank in Lhasa.\" class=\"jcebox\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" alignright size-full wp-image-1268\" width=\"200\" src=\"https:\/\/project-asia.com\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/thumb_Tibet-2_08.jpg\" alt=\"Tibet-2_08.jpg\" height=\"133\" style=\"float: right; margin: 5px\" title=\"Tibet-2_08.jpg\" \/><\/a>Mit 650 Euro weniger in der Tasche geht&#8217;s ans n&auml;chste Todo: Simmerring-Austausch am Getriebe. Seit meinem erfolglosen und eigentlich unn&ouml;tigen Reparaturversuch in Delhi tropft es mehr als vorher. Wieder hilft es uns, schon mal in Lhasa gewesen zu sein. Wir kennen den Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer einer gro&szlig;en Toyota-Niederlassung. Auch diesmal bekommen wir tatkr&auml;ftige Unterst&uuml;tzung von den Mechanikern &#8211; und die sind m&auml;chtig interessiert an unserem Gef&auml;hrt. Zuweilen acht Mitarbeiter dr&auml;ngen sich um und unter das Fahrzeug. Die gr&ouml;&szlig;te Schwierigkeit stellt das Entfernen des alten Wellendichtrings dar, ohne dabei den Flansch zu verdellern. Wir versuchen mit allerlei interessanten Spezialwerkzeugen den Ring zu entfernen, bis es uns schlie&szlig;lich gelingt.<br \/> Andrea und Uwe konnten uns bereits Ersatzringe nach Delhi schicken. Den 30 Cent Ringen vom Kashmir-Gate trauen wir nicht und bauen die 50-fach teurere Variante aus Deutschland ein. Die Aktion dauert bis in die Abendstunden. Das abschlie&szlig;ende Bef&uuml;llen mit 11 Liter neuem Getriebe&ouml;l ben&ouml;tigt &uuml;ber eine Stunde, da die Hand-Pumpe der Werkstatt nicht richtig funktioniert. Eigentlich ist schon l&auml;ngst Feierabend und mir ist es unangenehm, dass alle nur noch wegen mir nicht nach Hause kommen. <br \/> Endlich ist die &Ouml;lkontroll-Markierung erreicht. Wir sind fertig. Die Jungs haben sehr gute Arbeit gemacht. Es ist die einzige Werkstatt unserer bisherigen Reise, mit dessen Arbeit wir zufrieden sein konnten. Inklusive &Ouml;l bezahlen wir einen Freundschaftspreis von nur 50 Euro. Geschenkt!  <\/p>\n<p> <a rel=\"265\" href=\"https:\/\/project-asia.com\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/Tibet-2_09.jpg\" title=\"Tibetische Kinder vor dem Jokhang-Tempel\" class=\"jcebox\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" alignleft size-full wp-image-1270\" width=\"200\" src=\"https:\/\/project-asia.com\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/thumb_Tibet-2_09.jpg\" alt=\"Tibet-2_09.jpg\" height=\"133\" style=\"float: left; margin: 5px 10px\" title=\"Tibet-2_09.jpg\" \/><\/a>W&auml;hrend ich in der Werkstatt war, hat sich Esther den Tag mit einem Besuch des Jokhang Tempel vers&uuml;&szlig;t. Vor vier Monaten waren wir bereits dort, doch diesmal war es anders: Keine Touristen, daf&uuml;r viele Pilger. Denn im Winter verirrt sich kaum ein Tourist ins kalte Tibet, doch die Einheimischen haben nun Zeit zum Pilgern, denn die Ernte ist eingebracht und die Arbeit auf dem Feld bis zum Fr&uuml;hjahr getan.<br \/> <a rel=\"265\" href=\"https:\/\/project-asia.com\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/Tibet-2_10.jpg\" title=\"Ein altes M&uuml;tterchen auf dem Barkhor, dem Rundgang um den Jokhang-Tempel. F&uuml;r die buddhistischen Tibeter ist es der wichtigste Pilgerort &uuml;berhaupt.\" class=\"jcebox\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" alignright size-full wp-image-1272\" width=\"200\" src=\"https:\/\/project-asia.com\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/thumb_Tibet-2_10.jpg\" alt=\"Tibet-2_10.jpg\" height=\"133\" style=\"float: right; margin: 5px\" title=\"Tibet-2_10.jpg\" \/><\/a>Am n&auml;chsten Tag folge auch ich dem lebhaften Treiben um den Jolhang Tempel, dem sogenannten Bharkor. Die Gl&auml;ubigen pilgern hier mehrfach im Kreis um die Tempelanlage. Besonders Gl&auml;ubige laufen nicht, sondern werfen sich nieder und messen so mit ihrem K&ouml;rper die Strecke ab.<br \/> Viele von ihnen sind weit hergereist. Manche legen enorme Distanzen zu Fu&szlig; zur&uuml;ck. Sp&auml;ter sehen wir Pilger auf der Landstra&szlig;e die sogar die Anreise in Form von Niederwerfungen zur&uuml;cklegen.  <\/p>\n<p> Daniel hat sich etwas eingefangen. Es geht im sehr schlecht. Doch unser strenger Zeitplan bietet keinen Puffer um weiter in Lhasa zu bleiben. Wir organisieren einen Pickup und verladen die BMW.<br \/> Die bevorstehende Strecke soll schlecht sein und der Fahrer des Pickup dr&auml;ngt um 4:00 Uhr morgens zum Aufbruch. Doch die Stra&szlig;e ist in gutem Zustand. Sp&auml;ter wird uns klar, dass der Fahrer nur am gleichen Tag wieder zur&uuml;ckfahren wollte.<\/p>\n<p> <a rel=\"265\" href=\"https:\/\/project-asia.com\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/Tibet-2_12.jpg\" title=\"Krankentransport. Die &uuml;ber 250kg schwere \" class=\"jcebox\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" alignleft size-full wp-image-1274\" width=\"200\" src=\"https:\/\/project-asia.com\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/thumb_Tibet-2_12.jpg\" alt=\"Tibet-2_12.jpg\" height=\"133\" style=\"float: left; margin: 5px 10px\" title=\"Tibet-2_12.jpg\" \/><\/a>Nach vielen Tagen &uuml;berwiegend felsiger und trockener Landschaft, &auml;ndert sich nun das Bild. Glasklare Fl&uuml;sse schl&auml;ngeln sich durch dichte Nadelw&auml;lder. So stellen wir uns Kanada vor. <br \/> Auch die Art der Haustiere &auml;ndert sich. Am Wegrand entdecken wir immer wieder schwarze, haarige Schweinchen. Mehr als einmal m&uuml;ssen wir hart Bremsen um den Tieren kein vorzeitiges Ende als Schweinebraten zu bescheren.  <\/p>\n<p> <a rel=\"265\" href=\"https:\/\/project-asia.com\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/Tibet-2_19.jpg\" title=\"Nur im Schneckentempo geht es hier vorw&auml;rts. Hinter jeder Kurve, in jeder schattigen Passage kann das Eis lauern. Vor allem Daniel auf dem Motorrad leistet hier erstaunliches.\" class=\"jcebox\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" alignright size-full wp-image-1276\" width=\"200\" src=\"https:\/\/project-asia.com\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/thumb_Tibet-2_19.jpg\" alt=\"Tibet-2_19.jpg\" height=\"133\" style=\"float: right; margin: 5px\" title=\"Tibet-2_19.jpg\" \/><\/a>Am n&auml;chsten Tag geht es Daniel kaum besser, doch er nimmt die bevorstehenden 240km wieder auf seinem Motorrad in Angriff. Es ist eine anstrengende Etappe, vor allem auf dem Zweirad. Hinter jeder Kurve, in jeder schattigen Passage m&uuml;ssen wir mit einer geschlossenen und gef&auml;hrlich glatten Schneeschicht rechnen. Auf den vereisten Passagen f&auml;hrt Daniel in Schrittgeschwindigkeit &#8211; wir sind kaum schneller unterwegs. <br \/> Fast ohne Pausen fahren wir in die Nacht hinein. Dann h&ouml;rt die Stra&szlig;e pl&ouml;tzlich auf und eine abenteuerlich in den Berg geschlagene Schotterpiste beginnt. Auf einem Teilst&uuml;ck ging k&uuml;rzlich eine Gesteinslawine runter. Im Scheinwerferlicht bauen wir eine Rampe aus Steinen, damit der VW-Bus &uuml;ber die steile Passage kommt und nicht mit der &Ouml;lwanne aufsetzt. Bodenfreiheit haben wir genug, doch auch wir werden kr&auml;ftig durchgesch&uuml;ttelt.  <\/p>\n<p> <a rel=\"265\" href=\"https:\/\/project-asia.com\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/Tibet-2_16.jpg\" title=\"Das Tibet-Team. Motorrad, Bus, LKW. Leider streikte der Bus nach diesem Zwischenstop und muss vom LKW angezogen werden.\" class=\"jcebox\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" alignleft size-full wp-image-1278\" width=\"200\" src=\"https:\/\/project-asia.com\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/thumb_Tibet-2_16.jpg\" alt=\"Tibet-2_16.jpg\" height=\"133\" style=\"float: left; margin: 5px 10px\" title=\"Tibet-2_16.jpg\" \/><\/a>Nachts um halb zw&ouml;lf, kurz vor der Geisterstunde, kommen wir an. Doch die Gespenster, oder besser Fehlerteufel, lassen sich hier ganz ungeniert tags&uuml;ber blicken. Denn keine 70km kommen wir am n&auml;chsten Tag, dann streikt der VW-Bus. Bereits gestern mussten wir auf einem wundersch&ouml;nen Pass in 4.500m H&ouml;he den Orangetrotter erneut mit dem LKW anziehen. Wir vermuteten, dass die H&ouml;he dem Motor zu schaffen macht. Wir legen den Bus wieder an die Leine und ziehen ihn einen Kilometer durch die Berge, doch nun scheint endg&uuml;ltig Schicht im Schacht zu sein. J&uuml;rgen und Daniel diagnostizieren den Total-Ausfall der Dieselpumpe. <br \/> Wir befinden uns mitten in der Pampa. Der n&auml;chste gr&ouml;&szlig;ere Ort liegt 160km entfernt. Es w&auml;re Wahnsinn den Bus so lange durchs Gebirge abzuschleppen. Zwar gibt es hier einige H&auml;user, doch die geh&ouml;ren zu einem Milit&auml;rst&uuml;tzpunkt. Hilfe bekommen wir keine. Selbst die Frage, ob wir den Wagen zur Reparatur in eine Garage auf dem Gel&auml;nde schieben d&uuml;rfen, wird verneint. Das h&auml;tte wenigstens gegen die K&auml;lte geholfen. Denn wir stehen in einer Schlucht auf 3.300m und obwohl es erst drei Uhr ist, verschwindet die Sonne bereits hinter einem Gebirgszug. Schlagartig wird es k&auml;lter und ein eisiger Wind macht die Reparatur, die ohnehin kompliziert genug ist, nicht gerade leichter. Da die Diesel-Einspritz-Pumpe bereits in der T&uuml;rkei getauscht wurde, hat J&uuml;rgen noch die alte Pumpe als Ersatz dabei. Allerdings ist die Reparatur ein Griff ins Eingemachte. Respekt.<br \/> <a rel=\"265\" href=\"https:\/\/project-asia.com\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/Tibet-2_17.jpg\" title=\"Pause. Genug Zeit f&uuml;r unseren tibetischen Guide Lagbar einen keinen Schneemann zu bauen.\" class=\"jcebox\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" alignright size-full wp-image-1280\" width=\"200\" src=\"https:\/\/project-asia.com\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/thumb_Tibet-2_17.jpg\" alt=\"Tibet-2_17.jpg\" height=\"133\" style=\"float: right; margin: 5px\" title=\"Tibet-2_17.jpg\" \/><\/a>Helga leistet J&uuml;rgen bei der Reparatur moralischen Beistand, alle Anderen verkriechen sich zu uns in den LKW. In solchen Momenten rechnet sich die aufwendige Installation unserer Fu&szlig;boden und Wandheizung. Es ist mollig warm und Esther kocht Tee f&uuml;r die Mannschaft. Die Stimmung ist gut, trotz der unsicheren Lage ob die Reparaturversuche und das Einstellen des Motors gl&uuml;cken.<br \/> Es vergehen Stunden und es ist bereits Dunkel als J&uuml;rgen den Abschluss seiner Reparatur verk&uuml;ndet. Einen Test will er erst morgen bei Tageslicht wagen. Weiterfahren k&ouml;nnen wir heute ohnehin nicht mehr. Doch ein Guesthouse gibt es hier nicht, selbst Home-Stay wird abgelehnt. So quartieren wir Daniel bei uns auf dem Fu&szlig;boden ein, Heike bauen wir aus Sandblechen und Isomatten ein Bett im Fahrerhaus und schalten dort die zweite Standheizung ein.  <\/p>\n<p> <a rel=\"265\" href=\"https:\/\/project-asia.com\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/Tibet-2_18.jpg\" title=\"Einer der besonders sch&ouml;nen 4.000er P&auml;sse. Allerdings sind die vielen vereiste Passagen mit Vorsicht zu genie&szlig;en.\" class=\"jcebox\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" alignleft size-full wp-image-1282\" width=\"200\" src=\"https:\/\/project-asia.com\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/thumb_Tibet-2_18.jpg\" alt=\"Tibet-2_18.jpg\" height=\"133\" style=\"float: left; margin: 5px 10px\" title=\"Tibet-2_18.jpg\" \/><\/a>Am n&auml;chsten Morgen best&auml;tigt Daniel, er habe seit Nepal nicht mehr so sch&ouml;n mollig warm geschlafen. Denn selbst in den gro&szlig;en Hotels in Tibet gibt es f&uuml;r gew&ouml;hnlich keine Zentralheizung. Allenfalls ein Heizl&uuml;fter sorgt daf&uuml;r, dass die Temperatur im Hotelzimmer auf stolze 10&deg;C gehalten wird. J&uuml;rgen und Helga ist bereits in Lhasa das Gas ausgegangen, womit sie den Bus lediglich auf ein paar Grade &uuml;ber Null halten wollten. Auch sie weichen nun gelegentlich zum Schlafen auf ein frostsicheres Hotelzimmer aus. Wir bleiben unserem LKW treu, warum sollten wir auch ein kaltes Hotelzimmer unserem warmen LKW vorziehen? \ud83d\ude42<br \/> Es dauert bis 13:15 Uhr bis alle Fahrzeuge aufgetaut und startklar sind. J&uuml;rgen nimmt noch ein Feintuning am Motor vor und ich z&uuml;nde ein kleines Feuer unter Daniels BMW an. <\/p>\n<p> <a rel=\"265\" href=\"https:\/\/project-asia.com\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/Tibet-2_20.jpg\" title=\"Stolz zeigen diese tibetischen Kinder zwei junge Welpen.\" class=\"jcebox\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" alignright size-full wp-image-1284\" width=\"200\" src=\"https:\/\/project-asia.com\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/thumb_Tibet-2_20.jpg\" alt=\"Tibet-2_20.jpg\" height=\"133\" style=\"float: right; margin: 5px\" title=\"Tibet-2_20.jpg\" \/><\/a>Der neue Tag begr&uuml;&szlig;t uns mit einer Wellblech- und Schotterpiste und das n&auml;chste Problem l&auml;sst keine 60km sp&auml;ter auf sich warten. Unter dem Orangetrotter tropft es heftig. Ein K&uuml;hlwasserschlauch hat ein Loch. <br \/> Wir befinden uns in Ranwu auf 3.950m. Einige wenige H&auml;user s&auml;umen die einzige Stra&szlig;e durch den Ort. Wir durchsuchen den M&uuml;ll einer kleinen Werkstatt vergeblich nach einem Ersatzschlauch. Letztlich l&auml;sst J&uuml;rgen aus einem alten Fahrrad-Rahmen ein Ersatz-Winkelst&uuml;ck schwei&szlig;en und baut es ein. Nach drei Stunden ist der VW-Bus wieder fahrbereit. Doch inzwischen geht es Daniel wieder schlechter. Bereits heute Morgen war er so schwach auf den Beinen, dass er sich immer wieder hinsetzen musste. Also organisieren wir parallel zur VW-Bus-Reparatur eine Transportm&ouml;glichkeit f&uuml;r das Motorrad. Abenteuerliche Ideen haben die Tibeter hier: Sie sind ernsthaft der Meinung, das Motorrad w&uuml;rde in einen Mini-Van passen. Auf der Ladefl&auml;che eines kleinen LKW stopfen wir die BMW zwischen einige M&ouml;bel. Daniel legt sich bei uns ins Bett.  <\/p>\n<p> Es ist wieder mal Dunkel, bis wir weiterfahren k&ouml;nnen. Nach 90km erreichen wir Baxoi, unser gestriges Tagesziel. Dort sind wir die Attraktion des Tages. Eine Gruppe von gut 20 Tibetern folgt uns auf Schritt und Tritt, beobachten uns, als k&auml;men wir von einem anderen Stern. Als wir uns im n&auml;chsten Restaurant st&auml;rken, k&ouml;nnen Sie sich jedoch &uuml;berzeugen, dass wir auch nur Menschen aus Fleisch und Blut sind. <\/p>\n<p> <a rel=\"265\" href=\"https:\/\/project-asia.com\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/Tibet-2_21.jpg\" title=\"Die anderen Kinder vertreiben sich die Zeit mit Schlittenfahren. Traditonell wird hier auf Eis geschlittert. \" class=\"jcebox\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" alignright size-full wp-image-1286\" width=\"200\" src=\"https:\/\/project-asia.com\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/thumb_Tibet-2_21.jpg\" alt=\"Tibet-2_21.jpg\" height=\"133\" style=\"float: right; margin: 5px\" title=\"Tibet-2_21.jpg\" \/><\/a>Am n&auml;chsten Morgen versuchen wir die n&auml;chste Transportm&ouml;glichkeit f&uuml;r das Motorrad zu organisieren. Waren die letzten Preise schon knackig, bekommt Daniel nun Preise von &uuml;ber 200 Euro f&uuml;r das n&auml;chste Teilst&uuml;ck genannt. Not macht erfinderisch. Wir gr&uuml;beln, wie die BMW am-auf-unter unserem LKW verstaut werden k&ouml;nnte. Eine abenteuerliche Konstruktion entsteht: Aus einer Stahlstange basteln wir einen Abschlepphaken f&uuml;r die Anh&auml;ngerkupplung, und verzurren diese mit dem Vorderrad. Gegen ein Umkippen spannen wir die Maschine an den oberen Container-Ecken ab. Wir betrachten unser Werk. Obwohl wir ernsthaft an die Sache gingen, m&uuml;ssen wir lachen. Es ist vollkommener Unsinn mit solch einer Konstruktion die n&auml;chste Etappe in Angriff nehmen zu wollen. Am sp&auml;ten Abend finden wir doch noch eine (teure) Transportm&ouml;glichkeit f&uuml;r das Motorrad auf einem kleinen LKW.  <\/p>\n<p> Der n&auml;chste Tag fordert noch einmal alles. Wir starten um 8:00 Uhr. 371km Asphalt, Wellblech, Schotter, Eis. Tausende Kurven, H&ouml;henunterschiede von 2.500m, mehrere Viertausender- und ein F&uuml;nftausender-Pass liegen vor uns. Unterwegs rutscht mir zum ersten mal auf der Reise richtig das Herz in die Hose: Wieder einmal ist ein kleiner Wasserlauf &uuml;ber der Stra&szlig;e zu einer dicken, langen Eispassage angewachsen. Vorsichtig rollen wir im Schneckentempo dar&uuml;ber. Pl&ouml;tzlich f&auml;ngt das ganze Fahrzeug an langsam seitlich Richtung Abhang zu rutschen. Eine tiefe Fahr-Rinne im Eis f&auml;ngt den LKW wieder auf und der Spuk ist vorbei. Ein wirklich extrem unangenehmes Gef&uuml;hl, wenn sich 8 Tonnen Fahrzeugmasse unter dem Hintern quer zur Fahrtrichtung ins Nichts bewegen. Um 23:0 Uhr erreichen wir Markam auf 3.900m. V&ouml;llig fertig schlafen wir sofort ein, allerdings auf Grund der H&ouml;he nicht sonderlich gut.  <\/p>\n<p> Dies war unser letzter Tag in Tibet! F&uuml;r unseren weiteren Weg nach Laos werden wir ab Morgen durch die chinesische Provinz Yunnan fahren.  <\/p>\n<table border=\"0\" align=\"center\">\n<tbody>\n<tr>\n<td><a rel=\"265\" href=\"https:\/\/project-asia.com\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/Tibet-2_22.jpg\" title=\"Eiskalt. Hier bekommt man einen Eindruck davon, das es nicht erst seit ein paar Tagen so kalt ist.\" class=\"jcebox\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" alignleft size-full wp-image-1288\" width=\"200\" src=\"https:\/\/project-asia.com\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/thumb_Tibet-2_22.jpg\" alt=\"Tibet-2_22.jpg\" height=\"133\" style=\"float: left; margin: 5px\" title=\"Tibet-2_22.jpg\" \/><\/a>&nbsp;<\/td>\n<td><a rel=\"265\" href=\"https:\/\/project-asia.com\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/Tibet-2_23.jpg\" title=\"Der Ranwu-See ist komplett zugefroren. Wenig sp&auml;ter im gleichnamigen &Ouml;rtchen erneut eine Panne. Ein Loch im K&uuml;hlwasserschlauch des VW-Busses.\" class=\"jcebox\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" alignleft size-full wp-image-1290\" width=\"200\" src=\"https:\/\/project-asia.com\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/thumb_Tibet-2_23.jpg\" alt=\"Tibet-2_23.jpg\" height=\"133\" style=\"float: left; margin: 5px\" title=\"Tibet-2_23.jpg\" \/><\/a>&nbsp;<\/td>\n<td><a rel=\"265\" href=\"https:\/\/project-asia.com\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/Tibet-2_24.jpg\" title=\"Ein staubiges und weniger angenehm zu fahrendes St&uuml;ck Stecke.\" class=\"jcebox\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" alignleft size-full wp-image-1292\" width=\"200\" src=\"https:\/\/project-asia.com\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/thumb_Tibet-2_24.jpg\" alt=\"Tibet-2_24.jpg\" height=\"133\" style=\"float: left; margin: 5px\" title=\"Tibet-2_24.jpg\" \/><\/a>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><a rel=\"265\" href=\"https:\/\/project-asia.com\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/Tibet-2_25.jpg\" title=\"Rauf, runter, rauf, runter. P&auml;sse wie diese sind keine Seltenkeit.\" class=\"jcebox\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" alignleft size-full wp-image-1294\" width=\"200\" src=\"https:\/\/project-asia.com\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/thumb_Tibet-2_25.jpg\" alt=\"Tibet-2_25.jpg\" height=\"133\" style=\"float: left; margin: 5px\" title=\"Tibet-2_25.jpg\" \/><\/a>&nbsp;<\/td>\n<td><a rel=\"265\" href=\"https:\/\/project-asia.com\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/Tibet-2_26.jpg\" title=\"Tibetisches Kind mit der oft gesehenen Doppel-Rotz-Spur.\" class=\"jcebox\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" alignleft size-full wp-image-1296\" width=\"200\" src=\"https:\/\/project-asia.com\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/thumb_Tibet-2_26.jpg\" alt=\"Tibet-2_26.jpg\" height=\"133\" style=\"float: left; margin: 5px\" title=\"Tibet-2_26.jpg\" \/><\/a>&nbsp;<\/td>\n<td><a rel=\"265\" href=\"https:\/\/project-asia.com\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/Tibet-2_27.jpg\" title=\"Eisige Matschpassage im letzten Licht der Abendsonne auf dem Weg zu unserem letzten 5.000er Pass.\" class=\"jcebox\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" alignleft size-full wp-image-1298\" width=\"200\" src=\"https:\/\/project-asia.com\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/thumb_Tibet-2_27.jpg\" alt=\"Tibet-2_27.jpg\" height=\"133\" style=\"float: left; margin: 5px\" title=\"Tibet-2_27.jpg\" \/><\/a>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>09.01.2010 Tibet im Winter Markam, Tibet,&nbsp;Kurz vor der Provinz Yunnan, Kilometer 25.067 Die Genehmigungen sind eingeholt, der Guide organisiert, wir sind bereit. 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Durch die chinesischen Auflagen haben wir erneut einen straffen Zeitplan, der uns kaum Puffer f&uuml;r unvorhergesehene F&auml;lle [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":1246,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[12],"tags":[],"class_list":["post-1299","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-berichte-a-news-berichte-a-news"],"blocksy_meta":{"styles_descriptor":{"styles":{"desktop":"","tablet":"","mobile":""},"google_fonts":[],"version":6}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/project-asia.com\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1299","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/project-asia.com\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/project-asia.com\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/project-asia.com\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/project-asia.com\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1299"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/project-asia.com\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1299\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1473,"href":"https:\/\/project-asia.com\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1299\/revisions\/1473"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/project-asia.com\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1246"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/project-asia.com\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1299"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/project-asia.com\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1299"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/project-asia.com\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1299"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}