{"id":567,"date":"2009-05-01T01:00:00","date_gmt":"2009-05-01T01:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/staging.project-asia.com\/index.php\/2009\/05\/01\/einmal-quer-durch-die-trkei-bitte\/"},"modified":"2009-05-01T01:00:00","modified_gmt":"2009-05-01T01:00:00","slug":"einmal-quer-durch-die-trkei-bitte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/project-asia.com\/index.php\/2009\/05\/01\/einmal-quer-durch-die-trkei-bitte\/","title":{"rendered":"Einmal quer durch die T\u00fcrkei, bitte!"},"content":{"rendered":"<p> <i>Ankara &ndash; Dogobayazit, T&uuml;rkei. Kilometer 4.269<\/i> <\/p>\n<p> <i> <\/i>Aus dem Internet wissen wir, dass es in Ankara ein Praktiker und Bauhaus gibt. Auf unserem Weg in die Hauptstadt der T&uuml;rkei &uuml;berqueren wir unsere ersten Bergp&auml;sse. Mit rund 1600m sind diese allerdings weit niedriger, als die t&uuml;rkischen Hochebenen, die wir sp&auml;ter noch hunderte von km durchqueren werden. Wir erfreuen uns an der sich wechselnden Landschaft, die zun&auml;chst satt gr&uuml;n bewaldet ist und nach &uuml;berwinden der h&ouml;chsten P&auml;sse karger wird. Dort leuchten uns vielfarbige Sandsteinlandschaften im Abendlicht entgegen. Die Erosion hat tiefe Rillen in die Berge geschnitten und projizieren bizarre Schatten. Ein Seen reflektiert malerisch die tief stehende Sonne.  <\/p>\n<p> Es d&auml;mmert bereits, als wir die 4,2 Millionen Einwohner z&auml;hlende Stadt erreichen und wir machen uns auf die Suche nach den Baum&auml;rkten. Auf teilweise 10 Spuren der Ringstra&szlig;e um und nach Ankara herrscht zu unserer Ankunft so gut wie kein Verkehr. Im Stadtkern nimmt der Verkehr zu, dennoch kommen wir gut voran, doch einen Baumarkt finden wir erst mit elektronischer Hilfe: Wir stoppen an einer kleinen Tankstelle, nutzen den offenen Internetzugang eines nahe liegen Hotels und lassen uns mit Hilfe unseres im Notebook integrieren GPS unsere aktuelle Position und den Standort vom Baumarkt in Google-Earth anzeigen. Eine n&uuml;tzliche Spielerei &#8211; es lebe die Informationstechnologie! 10 Min sp&auml;ter stehen wir auf dem Parkplatz vom Bauhaus, dessen Name in riesigen Lettern auf der Geb&auml;udewand prangt. Irgendwie komisch, 2.500km von Deutschland entfernt einen deutschen Baumarkt zu betreten. Den Praktiker gibt es sogar zwei Mal in Ankara. Deutsche Firma hei&szlig;t allerdings nicht, dass auch deutsch gesprochen wird; warum auch, welcher deutscher Tourist, au&szlig;er uns, verirrt sich denn in der T&uuml;rkei in einen Baumarkt? F&uuml;r unser fehlendes B&uuml;cherregal und drei Ablagef&auml;cher unter der K&uuml;chenzeile lassen wir uns Multiplexplatten zuschneiden. Aber zum Basteln kommen wir vorerst nicht &#8211; mal sehen wann wir endlich unsere letzten Arbeiten am Innenausbau Fertigstellen k&ouml;nnen. <br \/> Ankara gilt als nicht besonders sehenswerte Stadt. Wir beschr&auml;nken unsere Verweildauer deshalb auf einen Tage und zwei N&auml;chte, in denen wir neben unserem Holzkauf, noch Tanken, Einkaufen und einen Reisebericht online stellen.<br \/> Am morgen des dritten Tages werden wir von der Polizei von unserem Nachtplatz, einer Wohnblocksiedlung, die zu den besseren Vierteln der Stadt z&auml;hlen muss, vertrieben. Anhand unseres in Istanbul m&uuml;hselig erstandenen deutsch-t&uuml;rkisch W&ouml;rterbuchs versuchen wir den Beamten zu erkl&auml;ren, was wir hier zu suchen haben. Dabei &bdquo;wandert&ldquo; das f&uuml;r uns so wertvolle Hilfsmittel in die Tasche eines der Polizisten, was wir leider zu sp&auml;t feststellen und uns tierisch &auml;rgert. So f&auml;llt unser Abschied nicht schwer und wir fahren weiter.  <\/p>\n<p> <a href=\"https:\/\/project-asia.com\/wp-content\/uploads\/2009\/05\/route_tuerkei2.jpg\" rel=\"215\" title=\"Schnurstracks durch die T&uuml;rkei Richtung Osten. Anatolien im Fr&uuml;hling.\" class=\"jcebox\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\" alignleft size-full wp-image-559\" src=\"https:\/\/project-asia.com\/wp-content\/uploads\/2009\/05\/thumb_route_tuerkei2.jpg\" alt=\"route_tuerkei2.jpg\" style=\"margin: 15px; float: left; width: 300px; height: 199px\" title=\"route_tuerkei2.jpg\" width=\"300\" height=\"199\" \/><\/a>Unsere weitere Reise durch die T&uuml;rkei f&uuml;hrt uns geradlinig Richtung Iran und beschreibe ich nur kurz und knapp &ndash; vielleicht sind ein paar n&uuml;tzliche Informationen f&uuml;r andere Reisende dabei:<br \/> Auf der Suchen nach einer &Uuml;bernachtungsm&ouml;glichkeit in Akda&#287;madeni fahren wir durch die belebte kleine Stadt und fallen auf wie bunte Hunde. Zwar finden wir im Zentrum einen bewachten Parkplatz, dort h&auml;tten wir mit Sicherheit aber keine Ruhe gefunden und parken schlie&szlig;lich vor der Stadt zwischen einem Caysalonu und einer Tankstelle. Dort rief der Muezzin um 4:30 Uhr mit besonderes wohlklingender Stimme zum Gebet &#8211; vielleicht motiviert durch die besondere Akustik der steilen Berge um Akda&#287;madeni.<br \/> Auf dem Weg nach Sivas folgen wir spontan einem Schild mit der Aufschrift &bdquo;s&#305;cak kaynak, hot springs&ldquo;. Doch die hei&szlig;en Quellen entpuppen sich als eine der gew&ouml;hnlichen Picknikanlagen ohne besonderen Reiz.<br \/> Sivas gl&auml;nzt mit einem herausgeputzen Stadtkern, doch sehenswerte, alte Geb&auml;ude, wie sie im Reisef&uuml;hrer erw&auml;hnt werden, k&ouml;nnen wir bei unserem kurzen Besuch nicht entdecken.<br \/> <a href=\"https:\/\/project-asia.com\/wp-content\/uploads\/2009\/05\/route_turkei.jpg\" rel=\"215\" title=\"Wechselnde Wetterfronten ergeben spannende Wolkenformationen. Unsere fast 2000km durch die T&uuml;rkei sind von Sonne und Regen begleitet.\" class=\"jcebox\"><img decoding=\"async\" class=\" alignright size-full wp-image-562\" src=\"https:\/\/project-asia.com\/wp-content\/uploads\/2009\/05\/thumb_route_turkei.jpg\" alt=\"route_turkei.jpg\" style=\"margin: 5px; float: right; width: 300px; height: 199px\" title=\"route_turkei.jpg\" width=\"300\" height=\"199\" \/><\/a>Nach Sivas folgen wir einem &bdquo;cold springs&ldquo; Schild und versuchen unser Gl&uuml;ck aufs Neue. Eine kleine steile Bergstra&szlig;e mit wundersch&ouml;ner Landschaft f&uuml;hrt uns an einem malerischen See vorbei und endet an einer weiteren Freizeitanlage mit Ferienh&auml;uschen und einem Badehaus, welches gerade renoviert wird. Auf der Anlage m&ouml;chte wir nicht unbedingt stehen und da uns zudem noch ein angeblicher Securitymann f&ouml;rmlich bedr&auml;ngt dort zu n&auml;chtigen, fahren wir trotz D&auml;mmerung weiter. <br \/> Das Fahren bei Dunkelheit erfordert besondere Aufmerksamkeit um m&ouml;gliche Schlagl&ouml;cher oder Bodenwellen rechtzeitig zu erkennen. Bl&ouml;d, dass zus&auml;tzlich unser linker Scheinwerfer ausf&auml;llt. Eine Ersatzgl&uuml;hbirne f&uuml;r unsere nostalgischen Lampen k&ouml;nnen wir nur &uuml;ber unsere Freunde aus Deutschland organisieren. Doch mit Fernlicht und Nebelscheinwerfer schaffen wir uns vorerst die n&ouml;tige Sicht. <br \/> Im kleinen St&auml;dtchen Hafik fahren wir in der Dunkelheit zun&auml;chst wieder durch das Zentrum, um festzustellen, dass die Tankstelle etwas au&szlig;erhalb einen bessere Stellplatz bietet als im Ort. Da fast alle Tankstellen 24 Stunden am Tag ge&ouml;ffnet sind, ist immer jemand dort, der ein Auge auf unserer Auto werfen kann. Wir trinken Cay mit dem Chef der Tankstelle, sowie allen Bediensteten und wechseln ein paar Worte, bevor wir uns in unseren Wohnaufbau zum Schlafen zur&uuml;ckziehen. Ein Vorgehen, welches wir an jedem Stellplatz praktizieren und wir jedem Reisenden empfehlen k&ouml;nnen! Die Menschen sind durchweg alle freundlich und durch ein kleines pers&ouml;nliches Gespr&auml;ch sind wir nicht mehr einfach irgendjemand aus irgendwo. Zudem bekommt man selbst ein wesentlich besseres Gef&uuml;hl wie sicher der Standplatz sein mag. <br \/> <a href=\"https:\/\/project-asia.com\/wp-content\/uploads\/2009\/05\/reifen_piste.jpg\" rel=\"215\" title=\"Kleiner Pistenexkurs. Wir sind froh uns bzgl der Reifen keine Gedanken machen zu m&uuml;ssen. Neu und pannensicher rollen wir mit den Goodyear Duraseal immer weiter und weiter...\" class=\"jcebox\"><img decoding=\"async\" class=\" alignright size-full wp-image-564\" src=\"https:\/\/project-asia.com\/wp-content\/uploads\/2009\/05\/thumb_reifen_piste.jpg\" alt=\"reifen_piste.jpg\" style=\"margin: 5px; float: right; width: 300px; height: 199px\" title=\"reifen_piste.jpg\" width=\"300\" height=\"199\" \/><\/a>In Erzincan parken wir direkt beim ersten Kreisel auf dem Parkplatz eines Supermarktes hinter einer Tankstelle, gehen Einkaufen und bleiben &uuml;ber Nacht. Am n&auml;chsten Morgen erleben wir eine kleine &Uuml;berraschung: Schon zu fr&uuml;her Stunde ist ein Angestellter des Supermarktes damit besch&auml;ftigt den Parkplatz mit einem gro&szlig;en Wasserschlauch abzuspritzen. Verschlafen linse ich durch unser Fenster und wundere mich was hier so alles in der Nacht erledigt wird. Doch als wir aufstehen merken wir allm&auml;hlich, dass wir in der Nacht unseren ersten kleinen Sandsturm verpasst haben. Alles ist mit einer dichten Schicht W&uuml;stenstaub bedeckt. An der Tankstelle gibt es einen Hochdruckreiniger und es bildet sich bereits eine Warteschlange waschbed&uuml;rftiger Autos. Schicki-micki, denken wir uns, jetzt sieht unser Auto doch erst richtig abenteuerlich aus!  <\/p>\n<p> <a href=\"https:\/\/project-asia.com\/wp-content\/uploads\/2009\/05\/dogubayazit_ararat.jpg\" rel=\"215\" title=\"Kurz vor Dogubayazit. Im Dunst der Blick auf T&uuml;rkeis h&ouml;chsten Berg: Der Ararat links und rechts daneben der kleine Ararat. \" class=\"jcebox\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" alignright size-full wp-image-566\" src=\"https:\/\/project-asia.com\/wp-content\/uploads\/2009\/05\/thumb_dogubayazit_ararat.jpg\" alt=\"dogubayazit_ararat.jpg\" style=\"margin: 5px; float: right; width: 300px; height: 199px\" title=\"dogubayazit_ararat.jpg\" width=\"300\" height=\"199\" \/><\/a>Am 05.05. fahren wir die 480km lange Strecke von Erzincan nach Dogobayazit, der letzten Stadt in der T&uuml;rkei vor dem Iran. Von hier sind es nur noch 35km bis zu Grenze. Doch wir bleiben einige Tage in Dogobayazit und erleben, wie eine schnelle Entscheidung zum langen Abenteuer werden kann &#8230; mehr im n&auml;chsten Bericht!  <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ankara &ndash; Dogobayazit, T&uuml;rkei. 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