{"id":642,"date":"2009-05-20T01:00:00","date_gmt":"2009-05-20T01:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/staging.project-asia.com\/index.php\/2009\/05\/20\/welcome-to-the-beach-und-endlich-fliegen\/"},"modified":"2009-05-20T01:00:00","modified_gmt":"2009-05-20T01:00:00","slug":"welcome-to-the-beach-und-endlich-fliegen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/project-asia.com\/index.php\/2009\/05\/20\/welcome-to-the-beach-und-endlich-fliegen\/","title":{"rendered":"Welcome to the beach und endlich Fliegen!"},"content":{"rendered":"<p> <em>Iran, Giesum Beach am Kaspisches Meer, Kilometer 6.007<\/em>  <\/p>\n<p> <a rel=\"222\" href=\"https:\/\/project-asia.com\/wp-content\/uploads\/2009\/05\/iran_strand_lkw.jpg\" title=\"Kaspisches Meer. Vorfahren bis an den Strand - weiter geht es nicht.\" class=\"jcebox\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\" alignleft size-full wp-image-624\" width=\"300\" src=\"https:\/\/project-asia.com\/wp-content\/uploads\/2009\/05\/thumb_iran_strand_lkw.jpg\" alt=\"iran_strand_lkw.jpg\" height=\"199\" style=\"float: left; margin: 5px\" title=\"iran_strand_lkw.jpg\" \/><\/a>Ich dachte am Strand von Choubar Talesh endlich mal die Gleitschirmausr&uuml;stung auspacken zu k&ouml;nnen, die wir schon seit unserem Tandem-Flug in &Ouml;sterreich hunderte Kilometer nutzlos durch die Landschaft schaukeln. <br \/> Yazer, unsere Bekanntschaft aus Choubar Talesh, erkl&auml;rt, dass wir zwar fliegen k&ouml;nnen, fragt aber gleichzeitig, wie lange wir brauchen um alles zusammen zu packen, wenn man gelandet ist. Wieso er das wissen will, wird mir schnell klar, denn verboten sei es nicht, mit dem Gleitschirm herum zu fliegen, aber explizit erlaubt sei es auch nicht. <br \/> Das liegt daran, dass solche Hobbys in Iran eher selten sind. W&uuml;rde ich hier fliegen, k&auml;me es am Strand zum Volksauflauf, bei der sicherlich die Polizei mit von der Partie ist und die w&auml;re mit der Rechtslage &uuml;berfordert. Da kann einem dann alles bl&uuml;hen, tendenziell eher nichts Gutes. <br \/> Eine andere Herangehensweise w&auml;re das Einholen einer Genehmigung zum Fliegen. Da aber erst mal jemand gefunden werden muss, der es auf seine Kappe nimmt, eine Erlaubnis zum Fliegen zu erteilen, ist Beh&ouml;rdenjogging vorprogrammiert.  <\/p>\n<p> <a rel=\"222\" href=\"https:\/\/project-asia.com\/wp-content\/uploads\/2009\/05\/iran_strand_wasserbueffel.jpg\" title=\"Wasserb&uuml;ffel auf Futtersuche am Strand vom Kaspischen Meer. \" class=\"jcebox\"><img decoding=\"async\" class=\" alignright size-full wp-image-627\" width=\"300\" src=\"https:\/\/project-asia.com\/wp-content\/uploads\/2009\/05\/thumb_iran_strand_wasserbueffel.jpg\" alt=\"iran_strand_wasserbueffel.jpg\" height=\"199\" style=\"float: right; margin: 5px\" title=\"iran_strand_wasserbueffel.jpg\" \/><\/a>Yazer gibt uns den Hinweis, dass 60km weiter auf einem &ouml;ffentlich Strand solche Aktivit&auml;ten durchgef&uuml;hrt werden. Das h&ouml;rt sich sehr nach einer Touristenecke an. Das dort tats&auml;chlich Gleitschirm geflogen wird, glaube ich dennoch nicht. Wir machen uns auf, um die &bdquo;Giesum Beach&ldquo; zu finden, dessen Ausschilderung wir wenig sp&auml;ter folgen. Die schmale Stra&szlig;e f&uuml;hrt uns durch einen Auwald. Wir kommen uns nicht vor wie im Iran, sondern eher in der Rheinebene.<br \/> Kaum verlassen wir den Baumbestand, durchfahren wir die Pforte der abgegrenzten Strandanlage. Diese scheint ihre touristischen Glanzzeiten schon l&auml;nger hinter sich zu haben. Viele der Bungalows stehen leer und zerfallen langsam. Der Anblick ist nicht ungew&ouml;hnlich. Eigentlich schon seit dem wir &Ouml;sterreich verlassen haben, scheint es Usus alte Geb&auml;ude einfach sich selbst zu &uuml;berlassen, statt sie abzureisen. <\/p>\n<p> Zwischen diesen Bungalos, die wohl mal als &Uuml;bernachtungsm&ouml;glichkeit dienten, und dem Meer reihen sich viele kleine Buden. Mit Teppichen und Kissen ausgelegt Podeste laden zum Chillen ein. Die Wasserpfeife, Shisha genannt, geh&ouml;rt beim Entspannen so selbstverst&auml;ndlich dazu wie der Tee. Doch G&auml;ste sieht man kaum, es ist wenig los.<br \/> Wir fahren mit dem LKW einfach gerade aus und kommen kurz vor den Wellen zum Stehen. Es ist, als w&uuml;rde jeden Moment eine F&auml;hre aus dem Nichts auftauchen, uns Aufnehmen und eine Weiterfahrt erm&ouml;glichen. Eine ganze Weile sitzen wir noch im Fahrerhaus und genie&szlig;en den Blick in die Unendlichkeit.  <\/p>\n<p> <a rel=\"222\" href=\"https:\/\/project-asia.com\/wp-content\/uploads\/2009\/05\/jan_groundhandling_naja.jpg\" title=\"Bevor es in die Luft geht, lasse ich die T&uuml;te beim Groundhandling rascheln. Drachensteigen f&uuml;r Gro&szlig;e. :)\" class=\"jcebox\"><img decoding=\"async\" class=\" alignleft size-full wp-image-629\" width=\"200\" src=\"https:\/\/project-asia.com\/wp-content\/uploads\/2009\/05\/thumb_jan_groundhandling_naja.jpg\" alt=\"jan_groundhandling_naja.jpg\" height=\"300\" style=\"float: left; margin: 5px\" title=\"jan_groundhandling_naja.jpg\" \/><\/a>Doch schnell sind unsere Gedanken wieder bei den Standardfragen. K&ouml;nnen wir hier stehen bleiben? Ist es hier sicher? Was f&uuml;r Leute treiben sich hier Nachts wohl rum?<\/p>\n<p> Ein paar Jugendliche, vertreiben sich mit lautstarker Musik im Auto ihre Freizeit. Ich male mir aus, wie sie in der Nacht zu einer Meute Besoffener werden und unser auff&auml;lliges Fahrzeug als willkommenes Opfer f&uuml;r etwaigen Vandalismus her halten muss. Diese, vielleicht nicht v&ouml;llig bei den Haaren herbeigezogenen, aber dennoch recht unwahrscheinliche &Uuml;berlegungen lassen mich &#8211; wieder einmal &#8211; nicht sonderlich gut schlafen. Zwei-, dreimal, wache ich auf und meine Ger&auml;usche zu h&ouml;ren, die auch tats&auml;chlich durch n&auml;chtliche Strandbesucher verursacht werden, die zum Teil um unser Fahrzeug streunen. Randaliert wird jedoch nicht.<\/p>\n<p> Ich mache mir zu viele Sorgen was Nachts alles passieren k&ouml;nnte,&nbsp; aber auch am Tag, beim Fahren, sind meine Gedanken oft beim LKW und was dort den Geist aufgeben und zu schwierigen Problemen f&uuml;hren k&ouml;nnte. <br \/> Von au&szlig;en betrachtet geh&ouml;rt mir eine geklatscht und gesagt, &bdquo;Mensch, mach Dich locker! Genie&szlig;e den Urlaub und h&ouml;r auf Dich unn&ouml;tig zu stressen&ldquo;. Wenn das mal so einfach w&auml;re.<\/p>\n<p> Am n&auml;chsten Tag parken wir um und stellen uns ans Ende des umz&auml;unten Gel&auml;ndes vor ein Kiosk. Wir bauen ein wenig Kontakt mit den jungen Besitzern auf, f&uuml;hlen uns etwas sicherer und verbringen schlie&szlig;lich noch drei weitere Tage dort.<br \/> Endlich komme ich dazu die Motorschirmausr&uuml;stung auszupacken. 20km fliege ich an der K&uuml;ste entlang und bestaune die Landschaft von oben. Unz&auml;hlige Reisfelder reichen bis fast ans Meer. Dahinter die steil aufsteigenden Berge, die f&uuml;r dieses feucht-warme Klima verantwortlich sind. Menschen auf den Feldern und am Meer winken mir zu. Ich genie&szlig;e es endlich wieder in der Luft zu sein. <\/p>\n<p> Auf dem R&uuml;ckflug, kurz vor Erreichen des Strandes, gebe ich noch einmal Gas und gewinne rasch an H&ouml;he &ndash; zur Sicherheit, denn ich steuere auf die offene See hinaus. Unter mir tanzen winzige Schaumkronen. In einem gro&szlig;en Bogen fliege ich zum Strand zur&uuml;ck und kurve ein paar extra Man&ouml;ver f&uuml;r die schaulustige Menge, bevor ich heil auf den Boden zur&uuml;ckgleite. Budenbesitzer und Strandbesucher sind gleicherma&szlig;en an meinem Fluginstrument interessiert. In Deutschland erlangt das Motorschirmfliegen immer gr&ouml;&szlig;erer Beliebtheit, in Iran ist es der absolute Ausnahmefall. Zumindest hier am Strand war es sicherlich eine Premiere.<\/p>\n<p> Noch am gleichen Nachmittag brechen wir nach Tehran auf. Auf der H&ouml;he von Rasht nehmen wir Kurs &uuml;ber die Berge nach S&uuml;den.  <\/p>\n<table border=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td><a rel=\"222\" href=\"https:\/\/project-asia.com\/wp-content\/uploads\/2009\/05\/jan_motorflug_start.jpg\" title=\"Kurz vorm Start, der letzte Vorflug-Check.\" class=\"jcebox\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" alignleft size-full wp-image-631\" width=\"300\" src=\"https:\/\/project-asia.com\/wp-content\/uploads\/2009\/05\/thumb_jan_motorflug_start.jpg\" alt=\"jan_motorflug_start.jpg\" height=\"199\" style=\"float: left; margin: 5px\" title=\"jan_motorflug_start.jpg\" \/><\/a><\/td>\n<td><a rel=\"222\" href=\"https:\/\/project-asia.com\/wp-content\/uploads\/2009\/05\/motorschirm_kasp_meer.jpg\" title=\"Endlich wieder mal in der Luft! Lange genug war die Motorschirmausr&uuml;stung im LKW verstaut und darf nun frische Meerluft schn&uuml;ffeln.\" class=\"jcebox\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" alignleft size-full wp-image-633\" width=\"300\" src=\"https:\/\/project-asia.com\/wp-content\/uploads\/2009\/05\/thumb_motorschirm_kasp_meer.jpg\" alt=\"motorschirm_kasp_meer.jpg\" height=\"199\" style=\"float: left; margin: 5px\" title=\"motorschirm_kasp_meer.jpg\" \/><\/a><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><a rel=\"222\" href=\"https:\/\/project-asia.com\/wp-content\/uploads\/2009\/05\/motorschirm_ueber_strand.jpg\" title=\"Ich brumme &uuml;ber die Strandbuden und sp&auml;ter weiter &uuml;ber die Reisfelder.\" class=\"jcebox\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" alignleft size-full wp-image-635\" width=\"300\" src=\"https:\/\/project-asia.com\/wp-content\/uploads\/2009\/05\/thumb_motorschirm_ueber_strand.jpg\" alt=\"motorschirm_ueber_strand.jpg\" height=\"199\" style=\"float: left; margin: 5px\" title=\"motorschirm_ueber_strand.jpg\" \/><\/a><\/td>\n<td><a rel=\"222\" href=\"https:\/\/project-asia.com\/wp-content\/uploads\/2009\/05\/motorschirm_gelandet.jpg\" title=\"Beim Landen wird das ungew&ouml;hnliche Flugobjekt bestaunt.\" class=\"jcebox\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" alignleft size-full wp-image-637\" width=\"300\" src=\"https:\/\/project-asia.com\/wp-content\/uploads\/2009\/05\/thumb_motorschirm_gelandet.jpg\" alt=\"motorschirm_gelandet.jpg\" height=\"199\" style=\"float: left; margin: 5px\" title=\"motorschirm_gelandet.jpg\" \/><\/a><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><a rel=\"222\" href=\"https:\/\/project-asia.com\/wp-content\/uploads\/2009\/05\/jan_motorschirmhelm.jpg\" title=\"Gl&uuml;cklich gelandet. Endlich gings mal wieder zum Fliegen!\" class=\"jcebox\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" alignleft size-full wp-image-639\" width=\"300\" src=\"https:\/\/project-asia.com\/wp-content\/uploads\/2009\/05\/thumb_jan_motorschirmhelm.jpg\" alt=\"jan_motorschirmhelm.jpg\" height=\"199\" style=\"float: left; margin: 5px\" title=\"jan_motorschirmhelm.jpg\" \/><\/a><\/td>\n<td><a rel=\"222\" href=\"https:\/\/project-asia.com\/wp-content\/uploads\/2009\/05\/iran_esther_strand_boot.jpg\" title=\"Ansonsten ist wenig los am Giesum Strand - was uns gerade recht ist.\" class=\"jcebox\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" alignleft size-full wp-image-641\" width=\"300\" src=\"https:\/\/project-asia.com\/wp-content\/uploads\/2009\/05\/thumb_iran_esther_strand_boot.jpg\" alt=\"iran_esther_strand_boot.jpg\" height=\"199\" style=\"float: left; margin: 5px\" title=\"iran_esther_strand_boot.jpg\" \/><\/a><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Iran, Giesum Beach am Kaspisches Meer, Kilometer 6.007 Ich dachte am Strand von Choubar Talesh endlich mal die Gleitschirmausr&uuml;stung auspacken zu k&ouml;nnen, die wir schon seit unserem Tandem-Flug in &Ouml;sterreich hunderte Kilometer nutzlos durch die Landschaft schaukeln. Yazer, unsere Bekanntschaft aus Choubar Talesh, erkl&auml;rt, dass wir zwar fliegen k&ouml;nnen, fragt aber gleichzeitig, wie lange wir [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":624,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[12],"tags":[],"class_list":["post-642","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-berichte-a-news-berichte-a-news"],"blocksy_meta":{"styles_descriptor":{"styles":{"desktop":"","tablet":"","mobile":""},"google_fonts":[],"version":6}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/project-asia.com\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/642","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/project-asia.com\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/project-asia.com\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/project-asia.com\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/project-asia.com\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=642"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/project-asia.com\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/642\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/project-asia.com\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media\/624"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/project-asia.com\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=642"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/project-asia.com\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=642"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/project-asia.com\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=642"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}