{"id":695,"date":"2009-06-01T01:00:00","date_gmt":"2009-06-01T01:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/staging.project-asia.com\/index.php\/2009\/06\/01\/ab-durch-die-wste\/"},"modified":"2020-03-27T07:20:41","modified_gmt":"2020-03-27T07:20:41","slug":"ab-durch-die-wste","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/project-asia.com\/index.php\/2009\/06\/01\/ab-durch-die-wste\/","title":{"rendered":"Ab durch die W\u00fcste"},"content":{"rendered":"<hr \/>\n<p> <a target=\"_self\" href=\"https:\/\/project-asia.com\/index.php\/2009\/06\/01\/ab-durch-die-wste\/\" class=\"imagelink\" rel=\"noopener noreferrer\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\" alignright size-full wp-image-670\" width=\"300\" src=\"https:\/\/project-asia.com\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/thumb_iran_mirror.jpg\" alt=\"Zum Artikel: Ab durch dieW&uuml;ste\" height=\"199\" style=\"float: right; margin: 5px; border: #000000 0px\" title=\"Zum Artikel: Ab durch dieW&uuml;ste\" \/><\/a> <b>01.06.2009<\/b><br \/> <span class=\"contentheading\">Ab durch die W&uuml;ste<\/span><i><\/p>\n<p> Iran, Yazd &#8211; Tabas, Kilometer 7.948 <\/p>\n<p> <\/i>Auf einer einsamen Nebenstrecke machen wir erste Erfahrungen mit der W&uuml;ste. Die nicht immer so aussieht, wie man sich das vielleicht vorstellt und erstaunlich abwechslungsreich sein kann.<\/p>\n<p> In der W&uuml;stenstadt Yazd wird unser 15&euro; Miniventilator zum wichtigsten Ausr&uuml;stungsgegenstand und die Oase Tabas &uuml;berrascht uns mit einer wundersch&ouml;nen Moschee, die in keinem Reisef&uuml;hrer erw&auml;hnt ist.<\/p>\n<p> In der Schlucht von Morteza Ali k&ouml;nnen wir die H&uuml;llen fallen lassen und baden nackt unter einem Wasserfall.   <!--more--> <\/p>\n<p> <i>Iran, Yazd &#8211; Tabas, Kilometer 7.948 <\/i> <\/p>\n<p> <a rel=\"224\" href=\"https:\/\/project-asia.com\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/iran_turm_auf_berg.jpg\" title=\"Abendstimmung auf dem Weg zur W&uuml;ste.\" class=\"jcebox\"><\/a> <\/p>\n<p> <a rel=\"224\" href=\"https:\/\/project-asia.com\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/iran_turm_auf_berg.jpg\" title=\"Abendstimmung auf dem Weg in die W&uuml;ste...\" class=\"jcebox\"><img decoding=\"async\" class=\" alignright size-full wp-image-662\" width=\"300\" src=\"https:\/\/project-asia.com\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/thumb_iran_turm_auf_berg.jpg\" alt=\"iran_turm_auf_berg.jpg\" height=\"199\" style=\"float: right; margin: 10px 5px\" title=\"iran_turm_auf_berg.jpg\" \/><\/a><br \/> Tag 50 unserer Reise. Wir wollen ins 800km entfernte Yazd, um von dort die W&uuml;ste zu durchqueren. Doch zun&auml;chst l&auml;sst man uns nicht auf die Autobahn. Die Stecke von Teheran nach Qom ist f&uuml;r LKW-Verkehr gesperrt und als solcher wird unser Fahrzeug eingestuft. Da hilft auch nicht der Vorschlag die Geb&uuml;hr f&uuml;r einen Reisebus zu zahlen, die hier problemlos passieren d&uuml;rfen. Die Polizei ist forsch, unfreundlich, packt mich am Arm und schiebt mich herum. Wir &auml;rgern uns, denn wir wollen heute Strecke machen und warum man hierzulande den LKW-Verkehr auf die Landstra&szlig;en zwingt, verstehen wir nicht. Frech fahren wir wenige Kilometer sp&auml;ter an der n&auml;chsten Auffahrt auf die Autobahn.<br \/> Doch weit kommen wir nicht, bevor uns die n&auml;chste Polizei-Streife rauswinkt. Wir d&uuml;rfen hier nicht fahren, hei&szlig;t es, doch hier zieht das Argument, das wir Touristen sind und k&ouml;nnen weiterreisen.<\/p>\n<p> Starker Seitenwind l&auml;sst die Spanngurte flattern. Ich stoppe kurz um die Staukisten auf dem Fahrerhaus zu kontrollieren, als ein Streifenwagen h&auml;lt und zwei Polizisten aussteigen. Einer von ihnen spricht gut Englisch und ermahnt uns erneut, dass wir abfahren m&uuml;ssen, da Lastkraftwagen nicht erlaubt seien. Der letzte Kontrollposten habe uns passieren lassen, weil wir Touristen sind, erkl&auml;re ich. Das reicht um weiterfahren zu d&uuml;rfen, doch der junge Polizist interessiert sich privat f&uuml;r unsere Reise. Ich zeige ihm unsere Route auf der Karte und wir plaudern ein wenig &uuml;ber Tr&auml;ume. Seiner ist es irgendwann in Malaysia studieren zu k&ouml;nnen. Dort seien die Lebenshaltungskosten g&uuml;nstig.<\/p>\n<p> <a rel=\"224\" href=\"https:\/\/project-asia.com\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/iran_agda_turm.jpg\" title=\"In Agda, einer kleinen W&uuml;stenstadt, bekommen wir von einem Mopetfahrer den alten Stadtkern gezeigt.\" class=\"jcebox\"><img decoding=\"async\" class=\" alignleft size-full wp-image-664\" width=\"200\" src=\"https:\/\/project-asia.com\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/thumb_iran_agda_turm.jpg\" alt=\"iran_agda_turm.jpg\" height=\"300\" style=\"float: left; margin: 5px 10px\" title=\"iran_agda_turm.jpg\" \/><\/a>Esther wundert sich, was ich so lange bei den Beiden treibe. Noch vor einer Stunde wollte ich jeden iranischen Polizisten auf den Mond schie&szlig;en. Doch im Grunde hasse ich Pauschalisierungen und dies motiviert mich auch bei der dritten Kontrolle kurz hintereinander nicht genervt zu reagieren und dieser sympathische Gesetzesh&uuml;ter best&auml;tigt die Richtigkeit meiner Einstellung. Zum Abschied motiviere ich den Polizisten an seinem Traum festzuhalten und ihn umzusetzen. Es gibt immer einen Weg, er muss sich nur wagen ihn zu gehen. Sichtlich erfreut setzen sich die beiden in ihr Auto und fahren los. Doch nach wenigen Metern stoppt das Fahrzeug und setzt zur&uuml;ck. Der Beifahrer kommt noch einmal aus dem Auto gesprungen und schenkt mir eine traditionelle Halskette, die uns auf unserer weiteren Reise Gl&uuml;ck bringen soll. Gut gelaunt setzen wir die Fahrt fort.<\/p>\n<p> Die Route verl&auml;uft am Rande der Dasht-e-Kavir und bevor wir von Yazd aus die W&uuml;ste durchqueren, wollen wir m&ouml;glichst jetzt schon viel davon sehen. Auf der Karte suchen und finden wir eine Nebenstrecke, die weiter in die W&uuml;ste f&uuml;hrt. <br \/> Fast zwei Stunden fahren wir auf dieser endlos geraden Stra&szlig;e. W&auml;hrenddessen kommt uns ein Tanklaster, ein Bus und ein Jeep entgegen, sonst niemand. Ein Geheimtipp, denn die Stra&szlig;e ist zwar schmal, doch der Belag in einem hervorragenden Zustand. <br \/> Die W&uuml;ste ist hier eben und glatt. Anfangs wachsen noch kleine B&uuml;sche und Gr&auml;ser, doch auch diese werden immer weniger und verschwinden schlie&szlig;lich g&auml;nzlich aus dem Landschaftsbild. Weit und breit kein Haus, Mensch, Strauch oder Schatten. Am Horizont verschwindet die Stra&szlig;e in den Luftspiegelungen der sengenden Hitze.  <\/p>\n<p> <a rel=\"224\" href=\"https:\/\/project-asia.com\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/iran_wueste_schleife.jpg\" title=\"Sieht alles ganz harmlos aus - ist es auch. Aber ein komisches Gef&uuml;hl hatten wir dennoch, als wir das erste mal in den Sand gefahren sind.\" class=\"jcebox\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" alignright size-full wp-image-666\" width=\"300\" src=\"https:\/\/project-asia.com\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/thumb_iran_wueste_schleife.jpg\" alt=\"iran_wueste_schleife.jpg\" height=\"199\" style=\"float: right; margin: 5px 10px\" title=\"iran_wueste_schleife.jpg\" \/><\/a>Wir fahren runter von der Stra&szlig;e und riskieren ein wenig Offroad. Ich will mich mal mitten rein stellen ins &bdquo;nichts&ldquo;. Esther findet die Idee gar nicht so Klasse und hat Angst, das uns der Sand nicht tr&auml;gt. Der Gedanke hier stecken zu bleiben ist wirklich nicht verlockend und immerhin fahren wir zum ersten mal abseits der Stra&szlig;e in solchem Gel&auml;nde. Doch der Boden ist fest und nur an wenigen Stellen sinken wir einige Zentimeter ein. <br \/> Hier sieht die W&uuml;ste nicht aus wie man es sich zun&auml;chst vielleicht vorstellt. Es gibt keine D&uuml;nen und kein leuchtend gelben Sand. Stattdessen liegen auf dem Sand kleine schwarze und graue Steinchen, in exakt gleichm&auml;&szlig;igem Abstand so weit das Auge reicht. Dieses Ph&auml;nomenen erscheint surreal, als h&auml;tte sie jemand akkurat in der ganzen W&uuml;ste verteilt. <br \/> Wir halten an und steigen aus. Erst jetzt erleben wir die volle h&auml;rte der W&uuml;ste. Wie aus einem gigantischen Hei&szlig;luftf&ouml;n, bl&auml;st uns der Wind um die Ohren und l&auml;sst unseren Schwei&szlig; sofort verdunsten. Das f&uuml;hlt sich angenehm an, doch wir wissen, wie schnell wir hier austrocknen k&ouml;nnten und sp&uuml;ren, dass wir nicht hier her geh&ouml;ren. Nur die Tatsache, dass wir gleich wieder ins Auto steigen und weiterfahren k&ouml;nnen, l&auml;sst uns nicht in Panik geraten. Lange halten wir es in diesem Umluftofen nicht aus und mit etwas Schwung fahren wir die B&ouml;schung zur Stra&szlig;e hinauf um unsere Reise fortzusetzen.  <\/p>\n<table border=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td><a rel=\"224\" href=\"https:\/\/project-asia.com\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/iran_wueste_alone.jpg\" title=\"Mitten im nirgendwo. Ein komisches Gef&uuml;hl alleine in einer so lebensfeindlichen Landschaft zu stehen...\" class=\"jcebox\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" alignleft size-full wp-image-668\" width=\"300\" src=\"https:\/\/project-asia.com\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/thumb_iran_wueste_alone.jpg\" alt=\"iran_wueste_alone.jpg\" height=\"199\" style=\"float: left; margin: 5px\" title=\"iran_wueste_alone.jpg\" \/><\/a><\/td>\n<td><a rel=\"224\" href=\"https:\/\/project-asia.com\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/iran_mirror.jpg\" title=\"Wohin der Blick auch geht: Strasse und Horizont - sonst nichts.\" class=\"jcebox\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" alignleft size-full wp-image-670\" width=\"300\" src=\"https:\/\/project-asia.com\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/thumb_iran_mirror.jpg\" alt=\"iran_mirror.jpg\" height=\"199\" style=\"float: left; margin: 5px\" title=\"iran_mirror.jpg\" \/><\/a><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p> Am Tag darauf erreichen wir Yazd. Dort haben wir uns mit Lisa und Johannes verabredet, die beiden Deutschen, die wir telefonisch kurz nach der Grenze kennenlernten. Sie reisen f&uuml;r vier Monate in einem alten Mercedes Bus bis Kirgistan und von dort &uuml;ber Kasachstan und Russland zur&uuml;ck nach Deutschland. Zur Zeit sind sie zu dritt, Christian, ein Freund begleitet sie f&uuml;r drei Wochen.<br \/> &nbsp; <br \/> <a rel=\"224\" href=\"https:\/\/project-asia.com\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/iran_mashhad_lisa_jo.jpg\" title=\"Lisa und Johannes beim Studieren des Iran-Reisef&uuml;hrers. Wir treffen die beiden zum ersten mal in Yazd - aber es wird nicht das letzte mal sein.\" class=\"jcebox\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" alignleft size-full wp-image-672\" width=\"300\" src=\"https:\/\/project-asia.com\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/thumb_iran_mashhad_lisa_jo.jpg\" alt=\"iran_mashhad_lisa_jo.jpg\" height=\"199\" style=\"float: left; margin: 5px 10px\" title=\"iran_mashhad_lisa_jo.jpg\" \/><\/a>Wir treffen die Drei auf einem Platz an einer Moschee, mitten im Zentrum von Yazd. Zwei N&auml;chte bleiben wir dort, erkunden die Stadt mit der Honda-Dax, stellen Berichte online und verirren uns in den verwinkelten Gassen der W&uuml;stenstadt. Tags&uuml;ber steigt das Thermometer auf &uuml;ber 40 Grad, Nachts k&uuml;hlt es kaum ab. Unser kleiner Ventilator im Wohnkoffer ist derzeit unser wichtigster Ausr&uuml;stungsgegenstand. <br \/> Lisa und Johannes brechen bereits am Abend des zweiten Tags auf, um weiter Richtung S&uuml;den nach Kerman zu fahren. Ihr Reisef&uuml;hrer preist dort &bdquo;Sandcastles&ldquo; in der W&uuml;ste an. Wir w&uuml;rden gerne mitfahren, doch vermeiden wir es freiwillig eine Nachtfahrt zu starten und die Strecke &uuml;ber Kerman ist ein gutes St&uuml;ck l&auml;nger als unsere geplante Route &uuml;ber Tabas. Darum verabschieden wir uns vorerst, doch in Mashhad wollen wir uns wiedersehen.  <\/p>\n<table border=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td><a rel=\"224\" href=\"https:\/\/project-asia.com\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/iran_yazd_ex_hamam.jpg\" title=\"Ein ehemaliges Hamam, umgebaut zum Restaurant. Nette Ambiente, aber ich h&auml;tte lieber ein Bad genommen.\" class=\"jcebox\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" alignleft size-full wp-image-674\" width=\"300\" src=\"https:\/\/project-asia.com\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/thumb_iran_yazd_ex_hamam.jpg\" alt=\"iran_yazd_ex_hamam.jpg\" height=\"199\" style=\"float: left; margin: 5px\" title=\"iran_yazd_ex_hamam.jpg\" \/><\/a><\/td>\n<td><a rel=\"224\" href=\"https:\/\/project-asia.com\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/iran_yazd_cafe_entrance.jpg\" title=\"Einer von vielen Eing&auml;ngen zu einem Cafe oder Restaurant. Yazd ist eine vertr&auml;umte W&uuml;stenstadt mit vielen Dingen zum Entdecken.\" class=\"jcebox\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" alignleft size-full wp-image-676\" width=\"300\" src=\"https:\/\/project-asia.com\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/thumb_iran_yazd_cafe_entrance.jpg\" alt=\"iran_yazd_cafe_entrance.jpg\" height=\"199\" style=\"float: left; margin: 5px\" title=\"iran_yazd_cafe_entrance.jpg\" \/><\/a><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p> Wir starten am n&auml;chsten Morgen; wollen die k&uuml;hleren Morgenstunden nutzen. Unser Ziel Tabas ist eine Oasenstadt zwischen den beiden W&uuml;sten Dasht-e-Kavir im Norden und der Dasht-e-Lut im S&uuml;den. <br \/> Einer der Highlights in Tabas ist mit Sicherheit die un&uuml;bersehbare Moschee am Rande der Stadt. Das riesige, prachtvolle Geb&auml;ude ist von einer gro&szlig;z&uuml;gig Anlage umgeben und &auml;hnelt eher einem Palast. Wir setzen uns auf eine Bank und beobachten das Treiben rund um die Moschee. Doch dann bekommt Esther von einer Pilgerin den Hinweis, dass sie auch in der Parkanlage ein Tschador tragen muss. Also verlassen wir den heiligen Ort und durchkreuzen die, f&uuml;r LKW wie &uuml;blich gesperrte, Stadt auf der Suche nach einem Stellplatz oder einem Restaurant, werden jedoch nicht f&uuml;ndig. Wir stellen uns erst einmal vor eine kleine Parkanlage und schlendern durch die gr&uuml;ne Oase. Am Parkeingang sprudelt aus einem Rohr frisches, kaltes Wasser in dem wir unsere F&uuml;&szlig;e und Arme k&uuml;hlen.  <\/p>\n<table border=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td><a rel=\"224\" href=\"https:\/\/project-asia.com\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/iran_tabas_pelikan_park.jpg\" title=\"Oase Mitten in der W&uuml;ste. Neben der Moschee biete Tabas einen kleinen Park in dem es sich in der Mittagshitze noch am Besten aushalten l&auml;sst.\" class=\"jcebox\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" alignleft size-full wp-image-678\" width=\"300\" src=\"https:\/\/project-asia.com\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/thumb_iran_tabas_pelikan_park.jpg\" alt=\"iran_tabas_pelikan_park.jpg\" height=\"200\" style=\"float: left; margin: 5px\" title=\"iran_tabas_pelikan_park.jpg\" \/><\/a>  \t\t\t<\/td>\n<td><a rel=\"224\" href=\"https:\/\/project-asia.com\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/iran_tabas_pelikan.jpg\" title=\"Im Park laufen drei Pelikane rum. Deshalb nennen ihn die Einheimischen Pelikanpark. Wahrscheinlich hat er in Wirklichkeit einen anderen Namen. :)\" class=\"jcebox\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" alignleft size-full wp-image-680\" width=\"300\" src=\"https:\/\/project-asia.com\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/thumb_iran_tabas_pelikan.jpg\" alt=\"iran_tabas_pelikan.jpg\" height=\"200\" style=\"float: left; margin: 5px\" title=\"iran_tabas_pelikan.jpg\" \/><\/a><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p> Vom Hunger getrieben nehmen wir den Services eines Taxifahrers in Anspruch, der uns zu einem Restaurant f&uuml;hrt. Dort bekommen wir, wie so oft, Kebabspie&szlig;e serviert. An den W&auml;nden h&auml;ngen einige Poster mit Aufnahmen von Schluchten, Bergen und Oasen. Der Taxifahrer scheint es nicht eilig zu haben und wartet bis wir fertig gegessen haben. In der Zeit erkl&auml;rt er uns stolz, dass es sich bei den Fotos an der Wand um Sehensw&uuml;rdigkeiten rund um Tabas handelt. Ein beeindruckender Canyon weckt unser Interesse und wir erfragen wo wir ihn finden k&ouml;nnen.<br \/> Zur&uuml;ck am Auto wartet die Polizei auf uns. Passkontrolle und der Hinweis, dass wir hier nicht stehen bleiben d&uuml;rfen. Der Taxifahrer eskortiert uns zur&uuml;ck zur Moschee, wo wir auf einem Parkplatz n&auml;chtigen. Auch dort werden wir noch einmal zur sp&auml;ten Stunde von anderen Polizisten kontrolliert. <br \/> Die Moschee ist auch nachts zug&auml;nglich und dann wundersch&ouml;n beleuchtet. Gegen Mitternacht lockt es mich noch einmal zu einigen sch&ouml;nen Nachtaufnahmen aus dem Auto.  <\/p>\n<table border=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td><a rel=\"224\" href=\"https:\/\/project-asia.com\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/iran_tabas_mosque.jpg\" title=\"Tabas bei Nacht. Die Polizei weckt mich zu sp&auml;ter Stunde zu einer Kontrolle und da ich schon mal wach bin, erkunde ich die hell erleuchtete Moschee.\" class=\"jcebox\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" alignleft size-full wp-image-682\" width=\"300\" src=\"https:\/\/project-asia.com\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/thumb_iran_tabas_mosque.jpg\" alt=\"iran_tabas_mosque.jpg\" height=\"199\" style=\"float: left; margin: 5px\" title=\"iran_tabas_mosque.jpg\" \/><\/a><\/td>\n<td><a rel=\"224\" href=\"https:\/\/project-asia.com\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/iran_tabas_mosque_minarette.jpg\" title=\"Verwunderlich, der Reisef&uuml;hrer verliert kein Wort &uuml;ber diese prachtvolle Moschee in Tabas, die viele Pilger von Nah und Fern anzieht.\" class=\"jcebox\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" alignleft size-full wp-image-684\" width=\"300\" src=\"https:\/\/project-asia.com\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/thumb_iran_tabas_mosque_minarette.jpg\" alt=\"iran_tabas_mosque_minarette.jpg\" height=\"199\" style=\"float: left; margin: 5px\" title=\"iran_tabas_mosque_minarette.jpg\" \/><\/a><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p> <a rel=\"224\" href=\"https:\/\/project-asia.com\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/iran_canyon_drive.jpg\" title=\"Kein reissendes Gew&auml;sser, was wir hier durchqueren, dennoch sinkt der LKW ein St&uuml;ck im lockeren Kies ein.\" class=\"jcebox\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" alignright size-full wp-image-686\" width=\"200\" src=\"https:\/\/project-asia.com\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/thumb_iran_canyon_drive.jpg\" alt=\"iran_canyon_drive.jpg\" height=\"300\" style=\"float: right; margin: 5px 10px\" title=\"iran_canyon_drive.jpg\" \/><\/a>Am n&auml;chsten Tag steuern wir die 25km entfernte Schlucht Morteza Ali an, dessen ungef&auml;hre Lage uns der Taxifahrer am Vortag erkl&auml;rte. Die Stra&szlig;e f&uuml;hrt uns hinauf in die Berge. In der vegetationslosen Berglandschaft taucht, wie mit dem Pinsel platziert, pl&ouml;tzlich die kleine gr&uuml;ne Oase Kareveh auf. Von dort folgen wir einer steilen Schotterpiste hinab in die Schlucht und durchqueren den Fluss, der f&uuml;r diese markante Landschaft verantwortlich ist. Wir parken mitten im Canyon &#8211; von hier geht es nur zu Fu&szlig; weiter.<br \/> Zu gro&szlig;en Teilen laufen wir im Wasser weiter in die Schlucht hinein. An den engen Passagen sind die Felsen im Laufe der Jahrtausende rund und glatt gewaschen. An vielen Stellen tritt Quellwasser aus, teilweise sogar Hei&szlig;es.<\/p>\n<p> Der Weg durch die Schlucht scheint endlos, doch nach zwei Stunden wird die Schlucht breiter und der Wasserlauf verwandelt sich in einen gew&ouml;hnlichen Gebirgsbach.<br \/> Also laufen wir zur&uuml;ck und nutzen an einem nat&uuml;rlichen Wasserfall die Gelegenheit uns ausgiebig und ungest&ouml;rt im kalten Wasser zu Duschen.&nbsp;Erfrischt und munter treten wir den R&uuml;ckweg an.<\/p>\n<p> Am LKW angelangt, k&auml;mpft sich ein Auto durch das Flussbett und bleibt stecken. Mit vereinten Kr&auml;ften schieben wir den Paykan, aus dem Wasser. Ohne Allrad h&auml;tte ich mich mit unserem schweren Fahrzeug auf keinen Fall durch den Fluss gewagt.  <\/p>\n<p> <\/p>\n<table border=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td><a rel=\"224\" href=\"https:\/\/project-asia.com\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/iran_morteza_ali_wasserfall.jpg\" title=\"Kalt isses! Aber nur so erfrischt man sich richtig! Ungest&ouml;rt planschen wir nackisch mitten in Iran. Welch g&ouml;ttliche S&uuml;nde!\" class=\"jcebox\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" alignleft size-full wp-image-688\" width=\"300\" src=\"https:\/\/project-asia.com\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/thumb_iran_morteza_ali_wasserfall.jpg\" alt=\"iran_morteza_ali_wasserfall.jpg\" height=\"204\" style=\"float: left; margin: 5px\" title=\"iran_morteza_ali_wasserfall.jpg\" \/><\/a><a rel=\"224\" href=\"https:\/\/project-asia.com\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/iran_morteza_ali_wasserfall.jpg\" title=\"Kalt isses! Aber nur so erfrischt es sich auch richtig! Ungest&ouml;rt planschen wir nackisch mitten in Iran. Welch g&ouml;ttliche S&uuml;nde!\" class=\"jcebox\"><\/a><\/td>\n<td><a rel=\"224\" href=\"https:\/\/project-asia.com\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/iran_morteza_ali_gate.jpg\" title=\"Den Namen dieses Tors mitten in der Schlucht kennen wir nicht. Der Reisef&uuml;hrer schweigt sich aus &uuml;ber diesen Canyon. Immerhin hat dies den Vorteil, dass wir fast die einzigen Besucher sind.\" class=\"jcebox\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" alignleft size-full wp-image-690\" width=\"300\" src=\"https:\/\/project-asia.com\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/thumb_iran_morteza_ali_gate.jpg\" alt=\"iran_morteza_ali_gate.jpg\" height=\"200\" style=\"float: left; margin: 5px\" title=\"iran_morteza_ali_gate.jpg\" \/><\/a><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p> Ein Einheimischer zeigt mir eine schmale, hohe Spalte im Fels, aus der frisches Quellwasser flie&szlig;t. Demonstrativ trinkt er aus der holen Hand einige Schl&uuml;cke Wasser. Auch ich koste vom k&ouml;stlich frischen Wasser. Die &Ouml;ffnung aus der das k&uuml;hle Nass sprudelt ist so breit, dass man sich gerade noch quer durch schl&auml;ngeln kann. Ein Ende ist nicht zu erkennen, der Spalt verliert sich nach wenigen Metern im Dunkeln. Das weckt meine Neugier. Ich hole eine Taschen- und Stirnlampe aus dem Auto. Esther ist das zu unheimlich, also dr&uuml;cke ich dem Einheimischen die Taschenlampe in die Hand und stapfe los. Die Spalte ist teilweise weit &uuml;ber 5m hoch, aber nur etwa 30-50cm breit. Kalt und feucht ist es hier drin. Wir patschen etwa 20m durchs kn&ouml;cheltiefe Wasser, dann wird es meinem einheimischen Begleiter ebenfalls unheimlich und alleine ist es mir zu gef&auml;hrlich in eine unbekannte H&ouml;hle vorzudringen. Dabei h&auml;tte ich gerne gewusst wie weiter man gehen kann und ob sich vielleicht sogar ein gr&ouml;&szlig;erer Raum im inneren der H&ouml;hle verbirgt. Zumindest wird der Spalt nicht merklich schmaler und ein Ende ist nicht ersichtlich. Wir drehen um und so bleibt die H&ouml;he vorerst unerforscht.  <\/p>\n<table border=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td><a rel=\"224\" href=\"https:\/\/project-asia.com\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/iran_parking_in_canyon.jpg\" title=\"Einer unserer sch&ouml;nsten Tage in Iran: Duschen im Canyon, ein bischen Offroad mit Fl&uuml;sschendurchfahrt und H&ouml;hlenforschung.  :)\" class=\"jcebox\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" alignright size-full wp-image-692\" width=\"300\" src=\"https:\/\/project-asia.com\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/thumb_iran_parking_in_canyon.jpg\" alt=\"iran_parking_in_canyon.jpg\" height=\"199\" style=\"float: right; margin: 5px 10px\" title=\"iran_parking_in_canyon.jpg\" \/><\/a><\/td>\n<td><a rel=\"224\" href=\"https:\/\/project-asia.com\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/iran_cave_experience.jpg\" title=\"H&ouml;hlenforschung war nicht auf unserer Reise vorgesehen. Der kleine Ausflug in diese Felsspalte weckt neue Interessen in mir - ein neues Hobby?! :-)\" class=\"jcebox\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" alignleft size-full wp-image-694\" width=\"300\" src=\"https:\/\/project-asia.com\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/thumb_iran_cave_experience.jpg\" alt=\"iran_cave_experience.jpg\" height=\"199\" style=\"float: left; margin: 5px 10px\" title=\"iran_cave_experience.jpg\" \/><\/a><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p> Wir durchqueren das Kiesbett und fahren auf der Schotterpiste zur&uuml;ck zur Oase und verbringen dort auch den n&auml;chsten Tag im Schatten einer riesigen Kiefer.<br \/> Zwei N&auml;chte am gleichen Ort zu stehen, f&uuml;hrt meist dazu, dass die Polizei uns findet oder gerufen wird. So auch hier. Passkontrolle und die Frage was wir hier wollen. Das Wort &bdquo;Chillen&ldquo; befindet sich nicht im Wortschatz eines iranischen Polizisten, also fragen wir nach dem&nbsp; Weg Richtung Mashhad, denn auf unserer Karte f&uuml;hrt die Stra&szlig;e weiter durch die Berge in die richtige Richtung. Doch Stra&szlig;enkarten sind geduldig und Stra&szlig;en oft nicht (mehr?) vorhanden. Wir befinden uns in einer Sackgasse und m&uuml;ssen zur&uuml;ck nach Tabas. <br \/> Die Polizei eskortiert uns unn&ouml;tigerweise dort hin, will uns den Weg zeigen, dabei sind wir ja von dort gekommen und es gibt nur diesen einen Weg. In Tabas will man uns immer noch &uuml;bereifrig den Weg zeigen, sucht nach Englisch sprechenden Personen und werden noch einmal durch eine Passkontrolle weiterer Kollegen aufgehalten. Endlich k&ouml;nnen wir weiterfahren, doch dieser Tag wird mit insgesamt sechs Polizeikontrollen unser &bdquo;Police Day&ldquo;. Sogar auf der Suche nach einem Stellplatz in einer kleinen Stadt werden wir von der Polizei in Zivil aufgest&ouml;bert. Wir d&uuml;rfen wieder mal nicht einfach irgendwo stehen und m&uuml;ssen vor der Polizeiwache parken, direkt an der Hauptstra&szlig;e.  <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>01.06.2009 Ab durch die W&uuml;ste Iran, Yazd &#8211; Tabas, Kilometer 7.948 Auf einer einsamen Nebenstrecke machen wir erste Erfahrungen mit der W&uuml;ste. Die nicht immer so aussieht, wie man sich das vielleicht vorstellt und erstaunlich abwechslungsreich sein kann. In der W&uuml;stenstadt Yazd wird unser 15&euro; Miniventilator zum wichtigsten Ausr&uuml;stungsgegenstand und die Oase Tabas &uuml;berrascht uns [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":660,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[12],"tags":[],"class_list":["post-695","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-berichte-a-news-berichte-a-news"],"blocksy_meta":{"styles_descriptor":{"styles":{"desktop":"","tablet":"","mobile":""},"google_fonts":[],"version":6}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/project-asia.com\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/695","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/project-asia.com\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/project-asia.com\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/project-asia.com\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/project-asia.com\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=695"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/project-asia.com\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/695\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1453,"href":"https:\/\/project-asia.com\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/695\/revisions\/1453"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/project-asia.com\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media\/660"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/project-asia.com\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=695"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/project-asia.com\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=695"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/project-asia.com\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=695"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}