{"id":744,"date":"2009-06-09T01:00:00","date_gmt":"2009-06-09T01:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/staging.project-asia.com\/index.php\/2009\/06\/09\/transit-durch-turkmenistan\/"},"modified":"2020-03-27T07:20:41","modified_gmt":"2020-03-27T07:20:41","slug":"transit-durch-turkmenistan","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/project-asia.com\/index.php\/2009\/06\/09\/transit-durch-turkmenistan\/","title":{"rendered":"Transit durch Turkmenistan"},"content":{"rendered":"<hr width=\"100%\" size=\"2\" \/> <a href=\"https:\/\/project-asia.com\/index.php\/2009\/06\/09\/transit-durch-turkmenistan\/\" class=\"newsletter_link\" target=\"_self\" rel=\"noopener noreferrer\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\" alignright size-full wp-image-715\" src=\"https:\/\/project-asia.com\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/thumb_turk_mary_turkmenbasy.jpg\" alt=\"Zum Artikel: Transit durch Turkmenistan\" style=\"border: 0px none #000000; margin: 5px; float: right\" title=\"Zum Artikel: Transit durch Turkmenistan\" width=\"300\" height=\"199\" \/><\/a> <b>09.06.2009<\/b><br \/> <span class=\"contentheading\">Transit&nbsp;durch Turkmenistan<\/span><br \/> <i><br \/> Grenze Turkmenistan-Usbekistan, Kilometer 9.212<\/i>&nbsp;<\/p>\n<p> Nach vier Wochen Aufenthalt,&nbsp;verlassen wir Iran und begeben uns f&uuml;r ganze drei Tage nach Turkmenistan. Mehr als ein Transitvisum wollte man uns in Deutschland nicht ausstellen &#8211; doch bevor wir einreisen k&ouml;nnen werden wir ordentlich zur Kasse gebeten.<\/p>\n<p> W&auml;hrend unseres Aufenthalts sehen wir brunkvolle Geb&auml;ude, trinken Kamelmilch, &uuml;bernachten in der W&uuml;ste und besuchen einen lokalen Markt.   <!--more--> <\/p>\n<p> <i>Grenze Turkmenistan-Usbekistan, Kilometer 8.960<\/i>&nbsp;  <\/p>\n<p> <a href=\"https:\/\/project-asia.com\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/turk_asphalt.jpg\" rel=\"226\" title=\"Fahrt durch Turkmenistan. Der Asphalt ist so heiss, dass wir darin einsinken.\" class=\"jcebox\"><img decoding=\"async\" class=\" alignleft size-full wp-image-713\" src=\"https:\/\/project-asia.com\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/thumb_turk_asphalt.jpg\" alt=\"turk_asphalt.jpg\" style=\"margin: 5px 10px; float: left\" title=\"turk_asphalt.jpg\" width=\"300\" height=\"199\" \/><\/a>Da wir nicht wissen wie es mit der Versorgung von Diesel in Turkmenistan aussieht, wollen wir mit vollen Tanks &uuml;ber die Grenze. Billiger als in Iran kann der Diesel ohnehin nicht sein. An einer der letzten Tankstellen betteln wir noch einmal um Sprit, den wir ja eigentlich nur mit einer Tankkarte bekommt. Wir sind erfolgreich und schaukeln mit 600 Liter Diesel der turkmenischen Grenze entgegen. Zur Erinnerung: 600 Liter Diesel kosten in Iran knapp 8 Euro. <br \/> Ein mir mittlerweile sehr bekanntes Ger&auml;usch zwingt mich zum erneuten Stopp. Mit unseren Kisten auf dem Dach und den schweren Druckluftschwingsitzen ist unsere Fahrerkabine zu schwer. Die zwei Gummipuffer des Kippfahrerhaus sind 35 Jahre alt und haben ihr Soll schon lange erf&uuml;llt. Nun h&auml;ngt die Kabine gut 5cm zu tief und scheuert an zwei Stellen der Druckluft-Hauptversorgung. Die Leitungen einfach wegzubiegen funktioniert inzwischen nicht mehr, wir m&uuml;ssen die Ursache f&uuml;r das Problem in den Griff bekommen: Die Kabine muss h&ouml;her. Vier Kabelbinder und eine Dachlatte unter den Anschlag heben das Fahrerhaus um die entscheidenden Zentimeter an. Diesem Provisorium gebe ich gerade mal die n&auml;chsten 100km bis zur Grenze. Das das Provisorium 7.000km sp&auml;ter immer noch funktioniert, h&auml;tte ich nicht geglaubt.  <\/p>\n<p> Zweimal fahren wir am iranischen Grenzposten vorbei. Denn die Einfahrt gleicht eher einem staubigen Werksgel&auml;nde eines Logistikunternehmens.<br \/> Drau&szlig;en bewegt sich gar nichts &ndash; zu recht, es ist br&uuml;tend hei&szlig;. Im klimatisierten Custom Geb&auml;ude hingegen herrscht eifriges Gewusel. Die Guides haben hier sogar kleine Schreibtische mit abschlie&szlig;baren Schubladen, um Ihre Unterlagen zu verstauen. Wieder einmal dr&auml;ngt sich einer der M&auml;nner auf, um die Abwicklung f&uuml;r uns zu erleichtern. Warum auch nicht, die Formulare sind in Farsi geschrieben und manchmal weiss sogar der Guide nicht was er bei unserem Sonderfall eintragen soll und muss Nachfragen.<br \/> Wir werden nach der Tankkarte gefragt, die wir abgeben sollen. Und tats&auml;chlich, auf dem Schreibtisch liegt ein Stapel der von uns so lange gesuchten Karten, inklusive der entsprechenden Formulare, in die man seine geplante Route einzeichnet. Das wir keine Karte haben, glauben die Grenzer erst, als wir unsere Odyssee an der T&uuml;rkisch-Iranischen Grenze erz&auml;hlen. Ansonsten sind wir mit dem Papierkram z&uuml;gig fertig, zahlen dem Guide 5$ statt der verlangten 30$ und k&ouml;nnen weiter. <\/p>\n<p> Ein kleiner Fluss trennt Iran von Turkmenistan, an dem noch einmal die Richtigkeit unserer Papiere gepr&uuml;ft und ein Blick in unseren Wohnkoffer verlangt wird. Danach fahren wir gut zwei Kilometer durchs Niemandsland und werden schlie&szlig;lich von M&auml;nnern in lustigen Uniformen empfangen. Eigentlich sehen die Grenzsoldaten mit ihren riesigen H&uuml;ten aus wie Ranger. Schade das ich nicht gefragt habe, ob ich sie fotografieren darf.<br \/> Die Turkmenen nehmen es mit der Einreisekontrolle etwas genauer. Zum ersten Mal steigt jemand mit mir aufs Fahrerhaus um in die Staukisten zu schauen. Auch das Innere des Wohnkoffers wird genauer inspiziert, wenngleich sich die Kontrollen auf Stichproben diverser Schubladen und Kisten beschr&auml;nken. Mit Sicherheit spielt auch ein wenig Neugier mit &#8211; nicht jeden Tag passieren europ&auml;ische Touristen in einem Wohn-LKW die Grenze. <br \/> Es wird nach dem Moped gefragt und was wir damit vorhaben, denn damit d&uuml;rften wir nicht in Turkmenistan fahren. Das haben wir auch nicht vor, erkl&auml;ren wir. Doch damit es keine Probleme bei der Ausreise gibt, wollen die Grenzer, dass das Moped in der Zolldeklaration eingetragen wird. Das ist sicher sinnvoll und wir f&uuml;llen noch einmal die entsprechenden Dokumente aus. <\/p>\n<p> Wir haben schon von Lisa und Johannes geh&ouml;rt, dass die Einreise nach Turmenistan nicht billig wird. Tats&auml;chlich bezahlen wir einen stolzen Betrag von 184$ gegen Quittung. Der Betrag setzt sich haupts&auml;chlich aus Strassengeb&uuml;hren und Dieselzuschlag zusammen. Beides ein Hohn, denn die Strassen befinden sich in einem schlechten Zustand und Diesel tanken wir keinen Tropfen w&auml;hrend unseres Transits. <\/p>\n<p> F&uuml;r Turkmenistan haben nur ein vier Tag-Transitvisum bekommen und uns deshalb nichts im Land vorgenommen, au&szlig;er heil die Grenze nach Usbekistan zu erreichen. So fahren wir ziellos Richtung Usbekistan, auf Stra&szlig;en mit Spurrillen so tief, dass man sich darin verstecken kann.  <\/p>\n<p> <a href=\"https:\/\/project-asia.com\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/turk_mary_turkmenbasy.jpg\" rel=\"226\" title=\"Ueberall und allgegenwaertig: Der Ehemalige President Ny&yacute;azow, bekannt als \" class=\"jcebox\"><br \/> <img decoding=\"async\" class=\" alignright size-full wp-image-715\" src=\"https:\/\/project-asia.com\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/thumb_turk_mary_turkmenbasy.jpg\" alt=\"turk_mary_turkmenbasy.jpg\" style=\"margin: 5px 10px; float: right\" title=\"turk_mary_turkmenbasy.jpg\" width=\"300\" height=\"199\" \/><\/a>Schlie&szlig;lich die t&auml;gliche Suche nach dem Stellplatz f&uuml;r die Nacht. Unentschlossen fahren wir weiter und weiter, da uns kein Platz geeignet scheint. Es f&auml;ngt an zu d&auml;mmern und wir haben das Gef&uuml;hl nirgendwo schlafen zu k&ouml;nnen. Am Stra&szlig;enrand sehen wir drei LKW mit iranischem Kennzeichen. Wir fragen nach dem Weg und einer M&ouml;glichkeit zum &Uuml;bernachten. Wir sollen ihnen einfach folgen, in 50km kommt ein Restaurant mit Parkplatz, an dem sie auch &uuml;bernachten. So folgen wir einem der Fahrer durch die Dunkelheit, doch die Stra&szlig;en sind von der &uuml;blen Sorte und der Wackelkontakt an unseren Scheinwerfern tut ihr &uuml;briges. Nach 90km und mitten in der Nacht erreichen wir den besagten Rastplatz. Ruhe finden wir dennoch keine, es herrscht reger An- und Abreiseverkehr internationaler LKW. <\/p>\n<p> Insgesamt 400km sind wir heute trotz schlechter Stra&szlig;en und Grenz&uuml;bergangs gefahren. Die Nerven liegen blank. So hatten wir uns das nicht vorgestellt. Die st&auml;ndig Suche nach einem Platz f&uuml;r die Nacht ist nervt&ouml;tend. Das &bdquo;einfach rechts Abbiegen&ldquo;, war eines unserer Hauptgr&uuml;nde der Entscheidung mit einem gro&szlig;en Fahrzeug auf Reise zu gehen. Wie sch&ouml;n einfach ist es doch in Europa. W&auml;hrend unserer beiden Probereise in die Alpen hatten wir nie Probleme einen Schlafplatz zu finden. Erst jetzt sch&auml;tzen wir die L&auml;nder, in denen alles so reglementiert und geordnet abl&auml;uft, denn dies bedeutet auch, dass man weiss woran man ist und entsprechende M&ouml;glichkeiten von vorn herein kennt.<br \/> Das uns hier gleich zwei Kilometer nach der Grenze ein Polizeiposten nach &bdquo;Dollar f&uuml;r nix&ldquo; fragt, ist da noch das kleinere &Uuml;bel.<br \/> Und was die Sicherheit anbelangt, so f&uuml;hlen wir uns zwar &bdquo;sicher&ldquo;, aber nat&uuml;rlich ist das immer noch etwas anderes als in Deutschland, Schweiz oder &Ouml;sterreich zu campieren. Umsonst werden die vielen Kontrollposten nicht sein und in Iran sehen wir sogar bemannte Flagstellungen.  <\/p>\n<p> Bei der Duchfahrt durch ein kleines Dorf entdecken wir bei einem Haus mehrere Kamele. Wir wollen die Tiere von Nahen sehen und biegen ab. Zu Fuss n&auml;hern wir uns dem Gatter und werden von wild kl&auml;ffenden Hunden angek&uuml;ndigt. Es dauert nicht lange und die ganze Familie der Kamel-Besitzer erscheint. Sie erkl&auml;ren uns, dass sie die Kamele f&uuml;r Milch und Fleisch z&uuml;chten. Zwei von Ihnen sind Karavanentiere und gerade vermietet. Wir bekommen vergorene Kamelmilch angeboten. Trotz dass die uns nicht sonderlich schmeckt und wir dankend ablehnen, bekommen wir eine ganze Flasche von diesem s&auml;uerlich, leicht blitzenden Ges&ouml;ff mit auf den Weg.  <\/p>\n<table border=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td><a href=\"https:\/\/project-asia.com\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/turk_kamelkuss.jpg\" rel=\"226\" title=\"Esthers neuer Freund fuer 5min. Dann wurde das Kamel zu aufdringlich. :)\" class=\"jcebox\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" alignleft size-full wp-image-717\" src=\"https:\/\/project-asia.com\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/thumb_turk_kamelkuss.jpg\" alt=\"turk_kamelkuss.jpg\" style=\"margin: 5px; float: left\" title=\"turk_kamelkuss.jpg\" width=\"300\" height=\"199\" \/><\/a><\/td>\n<td><a href=\"https:\/\/project-asia.com\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/turk_kamelmilch.jpg\" rel=\"226\" title=\"Die vergorene Kamelmilch schmeckt uns nicht sonderlich, aber dafuer soll es sehr gesund sein.\" class=\"jcebox\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" alignleft size-full wp-image-719\" src=\"https:\/\/project-asia.com\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/thumb_turk_kamelmilch.jpg\" alt=\"turk_kamelmilch.jpg\" style=\"margin: 5px; float: left\" title=\"turk_kamelmilch.jpg\" width=\"300\" height=\"199\" \/><\/a><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p> Am n&auml;chsten Tag erreichen wir die Stadt Mary und besichtigen eine wundersch&ouml;ne Moschee, Esther zum ersten Mal ohne Kopftuch. Zun&auml;chst d&uuml;rfen wir nicht fotografieren, uns entgeht, dass der Mullah noch anwesend ist. Doch wenig sp&auml;ter darf ich mit Unterst&uuml;tzung einer Putzfrau einige sch&ouml;ne Fotos schie&szlig;en. Vor der Moschee prangt ein riesiges Plakat vom verstorbenen Pr&auml;sidenten und als &bdquo;T&uuml;rkmenba&#351;y&ldquo; bekannten&nbsp; Das repr&auml;sentative, prachtvolle Geb&auml;ude stellt einen heftigen Kontrast zum ansonsten &auml;rmlichen Land dar und ist ein Beispiel der ehemaligen Staatsf&uuml;hrung Ny&yacute;azow. Seit seinem Tot hat sich nicht viel ge&auml;ndert. Wir spazieren ein wenig durch die Stadt und sehen weiter Prachtbauten mit blank geputzten Marmorstufen und goldene Statuen vom T&uuml;rkmenba&#351;y, dem &bdquo;F&uuml;hrer der Turkmenen&ldquo;.  <\/p>\n<table border=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td><a href=\"https:\/\/project-asia.com\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/turk_mary_moschee.jpg\" rel=\"226\" title=\"Brachtvolle Moscheen und andere Gebaeude in den Staeden Turmenistans - auf dem Land hingegen herrscht Armut.\" class=\"jcebox\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" alignleft size-full wp-image-721\" src=\"https:\/\/project-asia.com\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/thumb_turk_mary_moschee.jpg\" alt=\"turk_mary_moschee.jpg\" style=\"margin: 5px; float: left\" title=\"turk_mary_moschee.jpg\" width=\"300\" height=\"199\" \/><\/a><\/td>\n<td><a href=\"https:\/\/project-asia.com\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/turk_mary_moschee_inside1.jpg\" rel=\"226\" title=\"Auch von innen ist die Moschee beeindruckend...\" class=\"jcebox\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" alignleft size-full wp-image-723\" src=\"https:\/\/project-asia.com\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/thumb_turk_mary_moschee_inside1.jpg\" alt=\"turk_mary_moschee_inside1.jpg\" style=\"margin: 5px; float: left\" title=\"turk_mary_moschee_inside1.jpg\" width=\"300\" height=\"199\" \/><\/a><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><a href=\"https:\/\/project-asia.com\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/turk_mary_moschee_inside2.jpg\" rel=\"226\" title=\"Auch wenn sie kleiner ist, hat uns die Moschee fast mehr beeindruckt als die Blaue Moschee in Istanbul.\" class=\"jcebox\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" alignleft size-full wp-image-725\" src=\"https:\/\/project-asia.com\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/thumb_turk_mary_moschee_inside2.jpg\" alt=\"turk_mary_moschee_inside2.jpg\" style=\"margin: 5px; float: left\" title=\"turk_mary_moschee_inside2.jpg\" width=\"300\" height=\"199\" \/><\/a><\/td>\n<td><a href=\"https:\/\/project-asia.com\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/turk_mary_moschee_schild.jpg\" rel=\"226\" title=\"Er ist \" class=\"jcebox\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" alignleft size-full wp-image-727\" src=\"https:\/\/project-asia.com\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/thumb_turk_mary_moschee_schild.jpg\" alt=\"turk_mary_moschee_schild.jpg\" style=\"margin: 5px; float: left\" title=\"turk_mary_moschee_schild.jpg\" width=\"300\" height=\"199\" \/><\/a><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p> <a href=\"https:\/\/project-asia.com\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/turk_desert_lkw.jpg\" rel=\"226\" title=\"Endlich ein Stellplatz nach unserem Geschmack. Das \" class=\"jcebox\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" alignleft size-full wp-image-729\" src=\"https:\/\/project-asia.com\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/thumb_turk_desert_lkw.jpg\" alt=\"turk_desert_lkw.jpg\" style=\"margin: 5px 10px; float: left\" title=\"turk_desert_lkw.jpg\" width=\"300\" height=\"199\" \/><\/a>Fast die gesamte Landfl&auml;che Turkmenistans wird von der Karakum W&uuml;ste eingenommen. Die Hauptstrecke nach Usbekistan f&uuml;hrt uns immer wieder durch W&uuml;stenabschnitte. Erstmalig auf unserer Reise finden wir einen wundersch&ouml;nen Nachtplatz inmitten der Sandd&uuml;nen.<br \/> Wir genie&szlig;en die Ruhe und Abgeschiedenheit. Endlich k&ouml;nnen wir auch einmal im Freien duschen. Es wird dunkel und die&nbsp; Temperaturen sinken in der Nacht auf angenehme Werte. Ich steige auf das Dach des Wohnkoffers und bewundere den Sternenhimmel.<br \/> Am n&auml;chsten Morgen qu&auml;len wir uns fr&uuml;h aus dem Bett, denn wir wollen den Sonnenaufgang nicht verpassen. Das GPS informiert uns wann die Sonne aufgeht: Um 5:25 Uhr. Wir klettern auf eine D&uuml;ne und beobachte wir der Feuerball langsam am Horizont erscheint und rasch emporsteigt.<br \/> Ein leises knacken und knirschen weckt meine Aufmerksamkeit. Unmittelbar neben uns auf dem Boden entdecke ich eine Vogelspinne in der Gr&ouml;&szlig;e einer Untertasse. Sie hat sich gerade einen der vielen schwarzen W&uuml;stenk&auml;fer zum Fr&uuml;hst&uuml;ck gefangen. Noch zappelt der K&auml;fer, doch selbst sein harter Panzer kann ihn nicht vor den gro&szlig;en Bei&szlig;zangen der Spinne retten. Wenig sp&auml;ter ist der Kampf vor&uuml;ber. Die Spinne zieht sich mit Ihrer Beute in ein Erdloch zur&uuml;ck.  <\/p>\n<table border=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td><a href=\"https:\/\/project-asia.com\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/turk_desert_sunrise.jpg\" rel=\"226\" title=\"Wir fangen die Sonne ein. Sonnenaufgang in Turkmenistan.\" class=\"jcebox\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" alignleft size-full wp-image-731\" src=\"https:\/\/project-asia.com\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/thumb_turk_desert_sunrise.jpg\" alt=\"turk_desert_sunrise.jpg\" style=\"margin: 5px; float: left\" title=\"turk_desert_sunrise.jpg\" width=\"300\" height=\"199\" \/><\/a><\/td>\n<td><a href=\"https:\/\/project-asia.com\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/turk_desert_fire.jpg\" rel=\"226\" title=\"Am Vorabend erlauben wir uns den Luxus ein kleines Feuerchen anzuzuenden.\" class=\"jcebox\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" alignleft size-full wp-image-733\" src=\"https:\/\/project-asia.com\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/thumb_turk_desert_fire.jpg\" alt=\"turk_desert_fire.jpg\" style=\"margin: 5px; float: left\" title=\"turk_desert_fire.jpg\" width=\"300\" height=\"199\" \/><\/a><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><a href=\"https:\/\/project-asia.com\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/turk_desert_spider.jpg\" rel=\"226\" title=\"Fruehstueck fuer Krabbeltiere. Diese Spinne hat einen Durchmesser von etwa 15cm. Der Kaefer hat trotz Panzer keine Chance...\" class=\"jcebox\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" alignleft size-full wp-image-735\" src=\"https:\/\/project-asia.com\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/thumb_turk_desert_spider.jpg\" alt=\"turk_desert_spider.jpg\" style=\"margin: 5px; float: left\" title=\"turk_desert_spider.jpg\" width=\"300\" height=\"200\" \/><\/a><\/td>\n<td><a href=\"https:\/\/project-asia.com\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/turk_desert_bug.jpg\" rel=\"226\" title=\"Doch kein Grund zur Sorge oder Traurigkeit. Nicht weit vom Tatort wird fuer Nachwuchs gesorgt. :)\" class=\"jcebox\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" alignleft size-full wp-image-737\" src=\"https:\/\/project-asia.com\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/thumb_turk_desert_bug.jpg\" alt=\"turk_desert_bug.jpg\" style=\"margin: 5px; float: left\" title=\"turk_desert_bug.jpg\" width=\"300\" height=\"199\" \/><\/a><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p> Ungew&ouml;hnlich fr&uuml;h befinden wir uns wieder auf der Stra&szlig;e. Auf dem Weg zur Grenze nach Usbeskistan kommen wir an einem sch&ouml;nen Wochenmarkt vorbei. M&auml;rkte sind quasi das Zentrum der landestypischen Kultur. Wir haben Zeit und nutzen die Gelegenheit am bunten Treiben teil zu haben. <br \/> Esther kauft sich ein farbenfrohes Kleid und ein Kopftuch. Als Europ&auml;er f&auml;llen wir nat&uuml;rlich immer auf, doch die Menschen sind freundlich und wir f&uuml;hlen uns mitten im Gewusel pudelwohl.&nbsp;&nbsp;  <\/p>\n<table border=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td><a href=\"https:\/\/project-asia.com\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/turk_market_esther_woman.jpg\" rel=\"226\" title=\"Die Herzlichkeit der Menschen ist unbeschreiblich. Man muss nur den ersten Schritt machen und die Menschen ansprechen.\" class=\"jcebox\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" alignleft size-full wp-image-739\" src=\"https:\/\/project-asia.com\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/thumb_turk_market_esther_woman.jpg\" alt=\"turk_market_esther_woman.jpg\" style=\"margin: 5px; float: left\" title=\"turk_market_esther_woman.jpg\" width=\"300\" height=\"199\" \/><\/a><\/td>\n<td><a href=\"https:\/\/project-asia.com\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/turk_market_cookies.jpg\" rel=\"226\" title=\"Auf jedem turkmenischen Markt gibt es stapelweise Kekse - und lachende Kinder, die sie verkaufen.\" class=\"jcebox\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" alignright size-full wp-image-741\" src=\"https:\/\/project-asia.com\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/thumb_turk_market_cookies.jpg\" alt=\"turk_market_cookies.jpg\" style=\"margin: 5px 10px; float: right\" title=\"turk_market_cookies.jpg\" width=\"300\" height=\"199\" \/><\/a><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p> Kurz vor der Grenze kommen wir an eine Art Kontrollposten, vor dem sich eine lange LKW-Schlange gebildet hat. Wir fahren wie gewohnt frech daran vorbei. <br \/> Wir sollen 100.000 Manat Geb&uuml;hr bezahlen (umgerechnet 20$) und noch einmal 40$ f&uuml;r unser Auto, das in die Kategorie bis 10to eingestuft wird. Da wir schon bei der Einreise kr&auml;ftig Zahlen mussten, bin ich schnell gereizt und werde vor allem lautstark, weil mir keiner so richtig vermitteln kann, f&uuml;r was das Geld sein soll. <br \/> <a href=\"https:\/\/project-asia.com\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/turk_pontonbridge.jpg\" rel=\"226\" title=\"Eine wackelige Bruecke fuehrt uns ueber den Amudarja. 60$ bezahlen wir als Gebuehr.\" class=\"jcebox\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" alignleft size-full wp-image-743\" src=\"https:\/\/project-asia.com\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/thumb_turk_pontonbridge.jpg\" alt=\"turk_pontonbridge.jpg\" style=\"margin: 5px 10px; float: left\" title=\"turk_pontonbridge.jpg\" width=\"300\" height=\"199\" \/><\/a>Immerhin kann ich die verlangten Betr&auml;ge Schwarz auf Wei&szlig; auf einer Geb&uuml;hrentafel entdecken und kann Bakschisch ausschlie&szlig;en. <br \/> Z&auml;hneknirschend zahle ich die Summe. Ein paar hundert Meter weiter ahne ich f&uuml;r was das Geld verlangt wird: F&uuml;r eine schrottreife Pontonbr&uuml;cke &uuml;ber den Amudarja, ein riesiger, schlammbrauner Fluss. Wir haben Pech, die Br&uuml;cke ist nur in einer Fahrrichtung gleichzeitig befahrbar und unmittelbar vor uns darf erst einmal der Gegenverkehr passieren.<br \/> Dann bleibt auch noch ein Kranwagen mitten auf der Br&uuml;cke stehen und wir werden gefragt, ob wir Abschleppen k&ouml;nnen. Da wir selbst noch &uuml;ber die Br&uuml;cke wollen, ist mir das auch recht, doch irgendwie springt die Karre von selbst wieder an und nach etwa einer Stunde d&uuml;rfen wir &uuml;ber die wackeligen Schwimmk&ouml;rper fahren.<\/p>\n<p> An der Grenze selbst, Abfertigung wie &uuml;blich. Vom einen B&uuml;ro ins n&auml;chste, Papiere hier, Formulare da. In einem winzigen B&uuml;ro erlebe ich einmal mehr, dass Truckfahrer, die sicherlich &ouml;fter die Grenze passieren als wir, nicht unbedingt schneller oder besser abgewickelt werden. Ein t&uuml;rkischer LKW-Fahrer scheint Probleme mit seinen Papieren zu haben, evtl. sind sie abgelaufen. Lautstarke Diskussionen. Dann knallt er Geld auf den Tisch. Ein Dritter mischt sich ein, worauf er die geballte Faust gezeigt bekommt. Die Lage ist kurz vor der Eskalation. Ich sitze mitten drin und verhalte mich lieber still. <br \/> Anschlie&szlig;end bleibt ein wenig Zeit im Raum f&uuml;r einen kurzen Dialog mit den anderen Truckern. Als sie erfahren, dass wir nach Usbekistan fahren (wohin sonst, wenn wir an deren Grenze stehen), zeigt einer der Fahrer mit einer Geste, dass dort rumgeschossen wird, was ich allerdings f&uuml;r Quatsch halte. Jeder scheint sein eigenes Land f&uuml;r das Beste und Sicherste zu halten. <\/p>\n<p> Nach etwa 1,5 Stunden sind wir durch die turkmenische Grenze. Viel haben wir nicht von Turkmenistan sehen k&ouml;nnen. Doch war es nicht unsere Entscheidung nur vier Tage im Land verbringen zu k&ouml;nnen. Mehr als das Transitvisum war nicht zu bekommen &ndash; und auch das nur gerade noch rechtzeitig. <br \/> Das n&auml;chste Land wartet auf uns: Usbekistan.  <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>09.06.2009 Transit&nbsp;durch Turkmenistan Grenze Turkmenistan-Usbekistan, Kilometer 9.212&nbsp; Nach vier Wochen Aufenthalt,&nbsp;verlassen wir Iran und begeben uns f&uuml;r ganze drei Tage nach Turkmenistan. Mehr als ein Transitvisum wollte man uns in Deutschland nicht ausstellen &#8211; doch bevor wir einreisen k&ouml;nnen werden wir ordentlich zur Kasse gebeten. 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