Fliegen & Klettern

Nein, Samstag und Sonntag sind wir doch nicht in die Alpen zum Fliegen. Mein Geburtstag, viele geschlossene Bergbahnen, Gewitterprognosen und Absage von Fliegerkollegen waren die Gründe. Egal! Wir sind flexibel:

ringelnatterSamstag gabs überraschend ein gemütliches und leckers Frühstück bei Freunden, Jan & Nina. Sogar mit Geburtstagstörtchen und Kerzen! 🙂
Am Nachmittag am Baggersee Chillen, Schwimmen und 20m-Sandhügel Hochrennen und Runterrollen. Zwischendurch haben wir festgestellt, dass es in dem See Schlangen gibt, die sich durch das Wasser schlängelten. Dem Aussehen nach müssen es sehr junge Ringelnattern gewesen sein. Echt putzig diese Tiere. (Foto ist nicht von mir)

Am Sonntag dann dass volle Programm. Den Standbuggy und Kites aus der hintersten Kellerecke gekramt und auf's Autodach geschnallt. Gleitschirme in den Kofferraum, dazu noch die Kletterausrüstung von Jan und Einweggrill plus lecker Grillgut – ausgerüstet für bestimmt eine Woche Aktion geht's für einen Tag in den Odenwald. Naja, eher ein halber Tag, mitterweile ist es schon fast 13:00 Uhr…

Zuerst gings zu einer Wiese. Dort konnten wir im Hangaufwind mit den Gleitschirmen Groundhandling üben. Esther konnte auch wieder ein paar Aufziehübungen mit meinem Schirm machen – in anbetracht der Tatsache, dass ich einen etwas giftigen Schirm (DHV2) habe, kommt sie schon gut klar. Nur den geplanten 100m Abgleiter gabs nicht – Esther hob schon beim Aufziehen ab und wurde nach hinten weggepustet. Dabei beliesen wir es dann lieber erstmal und sahen unterdessen, das im nahegelegenen Erlau andere Flieger in der Luft waren. "Da geht was!" – Kram einpacken und ab nach Erlau! 

Erlau ist ein B-Scheingelände. Nur erfahrene Piloten sollen hier starten. Das liegt daran, dass der Schirm zum Start auf einem Waldweg aufgezogen werden muss und nach einen kleinen Salomkurs zwischen Bäume durch, wirft man sich eine Böschung hinunter. Etwas reißerisch beschrieben, aber ich bin immer wieder froh dort sauber in die Luft zu kommen.
Der Start in Erlau befindet sich nur 155m über den Landeplatz. Ohne Thermik oder laminaren Hangwind ist der Flug bereits nach 5min zu Ende. Ich hatte Thermik, Wind und damit 40min Spass in der Luft. Es wäre noch länger gegangen, aber schnell zu Jan zum "Give-Me-Five" herunter spiralt, denn weiter gehts zum Steinbruch Hainstadt.

Jan war so lieb uns das Klettern zu zeigen – für Esther und mich das erste Mal. Ich war gespannt. Jan erklamm zügig die ca. 25m hohe Route "Vampir" und lege das Sicherungsseil. Eine Route mit Schwierigkeitsgrad 5-. Ziemlich häftig für den Anfang.

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Ich durfte als nächster an die Wand, doch nach 2,5m war schon Schluss. Mit fetten Wanderstiefeln glitt ich immer wieder ab und nur mit den Händen kam ich nicht weit. Enttäuscht gab ich auf. 🙁

Dann durfte Esther ihr Glück versuchen – und schaffte recht leicht den ersten Felsvorsprung in ca. 5m Höhe. Super!

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 Wer mich kennt ahnt was jetzt kommt: Das muss auch anders gehen. Schuhe aus und Barfuss an den Fels! Selbst überrascht, erklimme ich Meter um Meter und – geschafft! In 25m Höhe fühle ich mich wie Spiderman. Geile Sache! Das hat echt Spass gemacht.  🙂 

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Der gebührende Abschluss dieses tollen Tages fand bei uns vor der Haustür statt: Lecker grillen im Akazienpark Darmstadt, unserem Park direkt vor der Haustüre. Nobel geht die Welt zu Grunde…

So haben wir also wirklich sehr viel an diesem Tag erlebt – nur den Buggy haben wir spazieren gefahren. Aber der hat sich bestimmt auch gefreut wenigstens auf diese Weise mal wieder frischen Fahrtwind abzubekommen. 🙂