Gleitschirm & Motorgleitschirm Drucken
Freitag, den 01. Januar 2010 um 00:00 Uhr
thumb_fresh_breeze_monster.jpg Wir wollen die Welt nicht nur mit dem LKW und zu Fuß erkunden, sondern auch aus der Luft! Eine Gleitschirmausrüstung und ein Gleitschirm-Motor sollen uns dabei helfen. Leider kommen wir während der Reise nur selten in die Lüfte.

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fresh_breeze_monster.jpgUnsere Ausrüstung:

 

Gleitschirmmotor: Fresh Breeze „Monster“

Motorgleitschirm: Swing/Powerplay Naja

Solo-Gleitschirm: Swing Mistral 5

Gurtzeug: Swing Connect Light II

Tandem-Gleitschirm: Swing Mistral Twin

Helme: Icaro Iguana, Skyrider


Fresh Breeze und Swing gehören zweifelsohne zu einen der besten Hersteller von Gleitschirm- und Motorausrüstungen. Auch die Helme von Icaro erfüllen voll unsere Erwartungen. Am Equipment haben wir technisch nichts auszusetzen. Interessant ist aber vielleicht, mit welchen Ideen und Erwartungen wir auf die Reise gingen und wie es sich tatsächlich ergab.
 
paragliding.jpgAls langjähriger Gleitschirmflieger war für mich von Anfang an das Fliegen ein grundlegender Bestandteil der Reise.

Extra für die Reise absolvierte ich einen Kurs zum Erlangen der Flugberechtigung mit einem Gleitschirmmotor. In der Theorie wird hierbei alles gelernt um auch ein Ultraleichtflugzeug steuern zu dürfen, es fehlen lediglich die praktischen Flugstunden.
Esther soll ebenfalls in die Lüfte steigen können. Für einen Kurs zum selbstständigen Fliegen reichte die Zeit nicht – vor allem um die nötige Flugerfahrungen zu sammeln.

Zum Test, ob Esther mit der Höhe klarkommt, denn sie hat leichte Höhenangst, buchte sie während eines Kurzurlaubs in den Alpen einen Tandemflug – und sie hatte Spass daran.
Dann erfolgte der uns inzwischen bekannte schmerzhafte, tiefe Griff ins Portemonnaie und schaffen uns eine komplett neue Ausrüstung an.

 

Unsere Erfahrungen

  

Leider erweist sich mein Traum vom Fliegen auf einer solchen Reise größtenteils als Wunschvorstellung. Es fehlt die Zeit. Insbesondere das Motorschirmfliegen bedarf einer gewissen Vorbereitung in Form von Genehmigungen oder zumindest dem Abklären ob bei einem Flug mit Problemen mit der Polizei zu rechnen ist. Die meisten unserer Reiseländer sind nicht sonderlich offen für Sportarten, die leicht als Spinoageaktion auslegbar sind.
Aber es kommt auf die einzelne Situation an. In Iran konnte ich auch ohne Genehmigung und Anmeldung am Kaspischen Meer ein paar Runden an der Küste drehen.

Des weiteren kämpfe ich mit Problemen bei Starten mit Motor. Absolut ohne Schwierigkeiten während der Ausbildung, komme ich nun kaum in die Luft, brauche einige Startversuche bis es schließlich klappt.
An der Motorleistung liegt es nicht, die ist mit 80kp in Überfluss vorhanden – ich könnte mich also theoretisch senkrecht in die Luft schrauben. Doch die Leistung hat seinen Preis: Der Motor wiegt mit Ausrüstung und voll betankt knapp 40kg. Er ist ideal für das Flyke, ein dreirädriges Liegerad, mit dem man rollender Weise startet. Zu Fuß hingegen muss man schon einige schnelle Schritte machen. Mit diesem Gewicht auf dem Rücken - denkbar unangenehm.
Natürlich gibt es kleinere leichtere Motoren, aber geplant war sogar als Motor-Tandem zu fliegen und dafür braucht man natürlich mehr Leistung. Zu Fuß zu zweit zu starten ist allerdings ein recht abenteuerliches Unterfangen. Gepaart mit den persönlichen Problemen, die ich schon Solo habe, wäre mir ein Startversuch zusammen mit Esther zu gefährlich. So habe ich nun einen Motor, der für den Soloflug überdimensioniert und zu schwer ist, ich jedoch nur Solo damit fliege.

Doch damit nicht genug. Selbst ohne Motor erweist sich die Investition in die Tandemausrüstung als eher fragwürdig. Bereits beim zweiten Flug als Duo stellt sich für Esther heraus, dass sie schon bei leichter Thermik eher dem Landeplatz entgegen sehnt, statt höher in den Himmel gleiten zu wollen.

Die Bilanz sieht mager aus: Insgesamt kommen wir nur ca. 10 Mal zum Fliegen.

Dennoch: Gleitschirmfliegen gehört zu eines der schönsten Dinge im Leben und ich hoffe zukünftig noch einige Gelegenheiten zu bekommen.